Naturgesetze

 

 

 

die Menschen betreffend

 

 

 

auch die Abendländer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1.   Die Erde ist ein erlöschender Planet. Industrialisierung, Atombomben-/AKW-Explosionen und Raumfahrt sind letzte Blasen, Eruptionen, Protuberanzen.

 

 

 

1.   Die Sonne erlischt allmählich, so auch ihre Planeten und die auf ihr existierenden elektromagnetischen Felder (Seelen).

 

 

 

1.      Atomkern, Kristallisationpunkt, Zellkern, eine Monade, die Spuren hinterlässt, ohne Bedeutung für den Kosmos, nur für sich bedeutend.

 

1.       In der Natur gibt es keine Hierarchie.

 

 

2.      Alles hat einen Rhythmus, alles hat eine Wellenlänge: Tag und Nacht, Wachen und Schlafen, aktiv und passiv ... Wer seinen Rhythmus verliert, löst sich auf in eine Masse von Quarks, aus der neue Wellenlängen entstehen.

  

1.     Man schadet sich, wenn man nicht aufgeschlossen ist. Man schadet sich, wenn man sich nicht konzentrieren kann.

              3.      Leben: Makromoleküle organisieren sich so, dass sie sich eine Zeitlang selbst erhalten.

 

2.   Jeder Gegenstand hat einen Schwerpunkt.

  

1.       Hat ein Lebewesen seinen Schwerpunkt nicht in seinem sinnlichen Bedürfnis, dann liegt er außerhalb, dann ist es psychisch krank.

 

 

1.     Dem Schwerpunkt zu folgen entspannt. Sich mitten unter Menschen und gesellschaftlichen Aktivitäten entspannen zu können zeigt, dass mensch nicht mehr im Kapitalismus lebt.

 

2.     Beten hat die Funktion der Entspannung.

            

3.       Sozialismus: Die Widersprüchlichkeit der Natur erkennen (Leben/Sterben) und das Leben unterstützen.

 

4.     Wer seinen Schwerpunkt nicht im Leben findet, sucht ihn in der Kunst.

 

 

 

2.       Das Schwache wird vom Starken angezogen.

 

1.      Menschen/Dinge kommen zum Leben durch Beziehung.

 

2.     (Menschliche) Beziehungen kann man nicht regeln; sie müssen sich immer wieder neu herstellen. Aber wenn sie lange genug gewachsen sind, sind sie fast unzertrennlich, nur unter Auslösung nuklearer Kräfte.

 

3.     Druck und Gegendruck: Wer nicht regelmäßig seine Identität bestätigt bekommt, bläst sich auf zu einem Patriarchen oder zu einer Autorität.

 

 

 

3.       Wer auf die Erde fällt orientiert sich: Wo stehe ich? Ich und überschaubare Umgebung, Identität und Gemeinschaft werden bestimmt. Das hat nichts mit der Errichtung von Grenzen zu tun.

   

   

1.     Jedes Tier hat sein Revier ("Irren ist menschlich", sagte der Hahn und stieg von der Ente). Jedes Lebewesen hat seine natürlichen Grenzen.

 

2.     Wer  weiß, wo er zu Hause ist, ist offener für die Welt und mutiger für sein Sein.

 

  

4.       Nichts schreitet voran. Alles erblüht und vergeht. Alles erglüht und verlischt.

 

 

1.     Chemie: Eine Beziehung. Entweder sie ist da , oder sie ist nicht da.

  

2.            Eine weitreichende Entscheidung in einem komplexen System ist entweder falsch oder richtig. Dazwischen gibt es nichts.

 

3.            Die Welt ist in Beweegung. Deshalb gilt das Gesetz: Bewahren, was einen zur Ruhe kommen lässt, abstoßen, was einen daran hindert.

 

4.            Gegenkräfte entstehen nur, wenn man etwas als falsch empfindet, nicht wenn man etwas als falsch erkennt.

 

 

 

 

5.       Labilität in der Natur ist nicht von Dauer. Das Normale in der Natur ist Gleichgewicht, ist die Ruhe.

 

     

1.     Wer im Ungleichgewicht mit der Materie ist, produziert Gleichgewicht - künstlerisch, wissenschaftlich, politisch. Diese Produktion bleibt aber fiktiv, idealistisch. Das materialistische Ungleichgewicht nimmt derweil weiter seinen Lauf.

 

 

2.     Was trägt, wächst langsam heran.

 

 

3.   Die Natur warnt lange vor, aber sie ist nicht gnädig.

  

 

1.     Gewachsenes verändert sich von unten her.

    

 

2.       Was abgeschnitten wird, wächst schneller.

  

  

3.       Die Natur lobt nicht. Sie bestätigt oder dementiert.

 

  

4.     Ein Lebewesen reicht von seiner Geburt bis zu seinem Tod.

 

    

1.      Wenn man auf die Erde kommt, tut man als soziales Lebewesen zunächst das, was die andern tun.

 

1.     Lebewesen sind von Natur aus ihrer Art zugetan.

 

2.     Leben heißt: bei sich sein, räumlich wie zeitlich.

            

1.          Kraft/Lebenswille kommt aus Individuen, nicht aus einer Masse.

 

2.          Wer im Augenblick lebt, kennt weder Zeit noch Raum.

 

 

3.       Natur: Die einen sterben gleich, die anderen sterben später, je nach Lebensbedingungen.

          

4.       Das Fremde ist sexy, das Vertraute schafft Ruhe. Mit dem Alter lässt die Neugier auf Fremdes nach.

 

5.     Je älter ein Lebewesen, desto mehr Raum braucht es.

 

6.     Menschen (wie andere Tiere) erinnern sich nur an sinnliche Ereignisse bzw. an die Unterdrückung von sinnlichen Ereignissen.

 

  

 

5.     Wer nicht lebt, vergötzt das Leben.

 

1.     Wer sich wohl fühlt, braucht weder Zeit noch Raum.

 

2.     Aus der Gegenwart kann man nicht entfliehen.

 

 

6.     Wer das Leben vernichten will, weckt Widerstand.

 

     

 

1.     Wissen ist an Materie/Menschen gebunden, d.h. an ihre Fähigkeit, eine Erkenntnis zu verkraften.

 

 

 

2.       Wer Angst vor der Natur hat, schafft sich einen Gott.

 

 

 

 

7.     Aus einer Psychose heraus vermehren sich die Menschen epidemisch. Sie reduzieren sich aber auch wieder. Die Natur hält ihr Gleichgewicht.

 

   

1.     Unter Stressbedingungen (z.B. Schwerelosigkeit) wachsen Organismen hypertroph.

 

 

 

 

2.       Die Natur wendet sich gegen eine Zusammenballung, Zentralisierung, Industrialisierung von Menschen: Cholera, BSE ...

 

   

 

 

3.       Die Regel in der Natur/das Gleichgewicht in der Natur ist nicht das Paar, sondern die Gemeinschaft von Zellen. Erst wenn eine Zelle sich teilt, entsteht ein Paar.

 

 

 

4.     Wenn Lebewesen auf zu engem Raum zusammen leben müssen, werden die einen überempfindlich (psychisch gestört), die anderen überbrutal (psychisch gestört).

 

 

 

 

   

 

 

 

2.     Der Mensch ist ein Tier.

 

 

1.   Ein Säugetier geht von Natur aus mit durchgedrücktem Rückgrat.

 

 

 

 

1.      Wer Angst hat, richtet sich auf und geht in die Defensivhaltung über.

 

2.     Wer sich nicht regelmäßig souverän fühlt, hat zu wenig Abwehrkräfte.

 

 

 

2.     Es gibt drei Arten von Schimpansen: Schimpansen, Bonobos, Menschen.

 

 

  

 

1.      Kreaturen, wenn sie leben wollen, müssen gegenseitig berechenbar sein. Sind sie ohne Gemeinschaft (ArtgenossInnen, für die sie nichts leisten müssen, um von ihnen geschützt zu werden, und die sie so akzeptieren, wie sie sind), dann ist dies nicht mehr möglich. So kranke Kreaturen haben deshalb zur gegenseitigen Berechenbarkeit den Handel erfunden.

 

2.     Hüpfend auf den Hinterbeinen drückt sich ein Vierfüßler aus, der sich sicher fühlt und sich des Lebens erfreut.

 

1.     Auch die Konservativsten sind tief in ihrem Herzen wild.

  

3.   Der Mensch ist – biologisch gesehen – eine Frühgeburt.

 

1.     Ein Mensch, der fliegen oder rasen möchte, ist mit seinem Körper nicht zufrieden. Also geht die Industrie, der Eifer, mit dem eine erhebende Technik gesucht wird, darauf zurück, dass jemand seinen Körper nicht mag.

 

1.     Ursache des menschlichen „Fortschritts“ ist seine Angst (als Frühgeburt).

  

2.      Der Mensch ist i.d.R. in seiner Entwicklung zurückgeblieben. Die meisten schaffen es nur bis zur Adoleszenz: Sex und Kampf um ein Revier (Wettbewerb) stehen im Mittelpunkt des Lebens.

 

3.      Menschen sollten miteinander in entspannter Atmosphäre aufwachsen wie andere Tiere auch.

 

 

4.     Auf der Erde gibt es so viele Ratten wie Menschen.

 

1.      Wer Angst hat, ist gefährlich.

  

5.     Jedes ausgetragene Lebewesen hat alle Fähigkeiten, die es zum Leben braucht.

 

  1.     Die Bedürfnisse des Körpers bestimmen den Rhythmus des Tages.

   

1.     Was immer auch die Bedürfnisse der Menschen sind, sie dienen nur dazu, ihre Identität zu erhalten.

 

2.     Wer neue sinnliche Erfahrungen machen möchte, darf weder an einen Gott glauben noch Drogen konsumieren.

 

3.     Ein gesundes Tier lebt aus sich selbst heraus, nicht nach Konsumangeboten.

 

4.     Wer im Augenblick lebt, leidet nicht unter Langeweile.

 

 

2.       Die Natur kennt keine Krankheiten. Gegen Krankheiten muss man sich wehren, solange man gesund ist. Im Frieden muss man etwas gegen den Krieg tun; danach ist es zu spät. Regelmäßige Entspannung, solange man gesund ist, aktiviert die Abwehrkräfte.

   

1.     Wessen Leben nicht regelmäßig gefährdet wird (wer nicht regelmäßig seine Fähigkeiten testet) will sterben. Wer sich nicht regelmäßig rundum zufrieden fühlt, will sterben.

  

3.      Der Mensch lebt, solange er das Bedürfnis hat, sich zu äußern, sich nach außen zu wenden, sich seinen Mitmenschen zuzuwenden.

 

1.       Wie die Tierwelt gebaut ist: Mit einem Netzwerk innen (Netzwerk von Artgenossen, denen ich gerne nützlich wäre) und einem Netzwerk außen (Netzwerk von Stellen, wo ich im Bedarfsfall was finde) im Augenblick leben im genauen Wissen meiner Fähigkeiten.

   

4.       Lebensprinzip: Rücken freihalten, Ordnung schaffen, Ballast abladen - selbstbestimmt. An Vorgegebenes halten - selbstbestimmt.

   

5.       Der freie Mensch beginnt dort, wo er einen eigenen Gedanken fasst.

 

1.     Was die Intelligenz fördert: Von einer sicheren Warte aus die Welt betrachten.

 

6.       Gesunden Tieren wird es nicht langweilig.

 

 

1.     Psychisch gesund ist, wer das Kindsein nicht aufgibt, wer das Spielen nicht aufgibt und wer zum Essen nichts braucht als Kirschen oder Digestives oder Spaghetti ohne was, um glücklich zu sein.

 

2.     Ein gesunder Mensch ist neugierig, kann sich für etwas begeistern und überlässt seinen Tagesrhythmus seinem Körper.

 

6.     Der ausgetragene Mensch ist nicht gescheiter als ein Feldhase.

 

 

1.     Unausgetragene wollen zurück (in den Mutterleib, in die Nostalgie). Selbstständige gehen bei Gefahr in sich.

 

 

2.      Die Handlungskoordinaten eines jeden Tieres: 1. Dringendes Bedürfnis oder nicht? 2. Geschickter als ich oder nicht? 3. Freund oder Feind? Beim Menschen kommen i.d.R. hinzu: 1. Gestörter als ich? 2. Einsamer als ich? 3. Mächtiger als ich?

 

3.     Materialismus: Indoktrination lässt eine Meinung nicht lange halten. Noch schlimmer: Auch wer eine Meinung ehrlich vertritt, kann sie nicht lange halten, weil sie nicht in seinem Körper angelegt ist.

 

4.     Wer tun kann, was er will, ist glücklich.

 

  

7.     Bei Kindern und einfachen Menschen wohnt noch ein Sinn von Gerechtigkeit.

   

1.     Nur wer sinnlich zufrieden ist, kann seine Umgebung aufmerksam beobachten.

 

 

8.     Ein Lebewesen braucht zum Leben Wasser, Brot, ArtgenossInnen, Wärme, Bewegung und ein Haus.

 

 

1.      Wem etwas entzogen wird, der genießt es/feiert es, wenn er es wieder kriegt, oder er (er)findet oder er produziert es: Sonne, Wasser, Luft, Salz, Brot, Gemeinschaft ... Notfalls verkauft er sich dafür auch/bringt sich dafür um.

 

1.          Wer völlig zur Ware geworden ist, wird handgreiflich, wenn man ihn beleidigt (ohne dafür bezahlt zu haben). Wer noch nicht völlig zur Ware geworden ist, lächelt oder geht weg, wenn man ihn beleidigt.

  

 

2.       Der Mensch ist so gebaut, dass er primär seine sinnlichen und sozialen Bedürfnisse befriedigen muß. Geworfen in eine Gesellschaft, in der jeder gegen jeden kämpft, kann er dies meistens nicht. Während er mit der Kompensierung dieses Schmerzes und der Verdrängung dieser Erkenntnis beschäftigt ist, stirbt er langsam, weil er nicht seiner Natur folgt.

  

1.          Wer in der Anwendung einer aktuellen Technologie eine größere Befriedigung findet als in der Befriedigung aller seiner momentanen sinnlichen Bedürfnisse, hat seine Identität verloren.

  

2.      Menschen aus Kulturvölkern werden früher geistig reif (fühlen sich vom Leben nicht überfordert) als Menschen aus zivilisierten (dressierten) Völkern.

 

3.      Wer mit seiner Habitat nicht zufrieden ist, fängt an zu fantasieren (künstlerisch tätig zu sein, an einen Gott zu glauben, sich Riesenwerkzeuge zu schaffen); das hilft ihm aber auch nicht weiter. Eine so bekannte Art ist der homo sapiens.

 

3.      Wer glücklich ist, möchte sein Glück mit anderen Menschen teilen. Wer in seiner Umgebung keine menschlichen Reaktionen mehr erfährt, stirbt.

 

1.     Wem nichts genommen wird, der will geben.

 

2.     Die Menschen blühen auf, wenn sie Kontakt zu ihresgleichen haben.

 

3.     Menschen sind die einzigen Lebewesen, bei denen einige auf engem Raum zusammenleben und doch vereinzelt sind. Das passiert bei anderen Lebewesen nur noch bei Massentierhaltung.

 

 

4.     Das Zuhause eines sozialen Lebewesens ist die Gruppe, nicht das Paar.

 

1.     Stabile Gruppenverhältnisse lassen sich nicht kaufen. Sie gründen sich nicht auf Erwartungen, sondern auf die Solidarität Eigenständiger und Gleichrangiger.

 

2.     Wer gebraucht wird, kann sich ohne Hierarchie organisieren.

  

3.     In einer Paarbeziehung kann man sich nie sicher sein, in einer Gemeinschaft schon.

 

 

5.       Nur geschützt gedeiht das Leben, ob das nun der Embryo im Mutterleib ist oder die Waldorfschule für ein Kind oder die Einfuhrbeschränkung für bestimmte Waren für Menschen in einem bestimmten Gebiet des Kapitalismus oder die Kunst/das Spiel für die Entwicklung eines Individuums.

 

 

 

9.     Überlebt, wer flexibel ist und nicht wer Höchstleistungen vollbringt. Überlebt, was als Masse flexibel ist und sich nicht polarisieren lässt in Sieger und Verlierer.

 

 

 

 

1.     Wer sich nicht entspannen kann, kann sich auch nicht anspannen.

   

2.       Entspannt kann man am besten lernen.

 

3.      Die menschliche Natur ist flexibel, aber sie geht nicht über die Natur eines Tieres hinaus, und die setzt sich durch.

 

4.     Je gesünder die Menschen sind, desto anpassungsfähiger sind sie.

 

 

 

 

10.        Wettbewerb ist tödlich. Raum, Ressourcen und konkurrierende Lebewesen werden von einem immer größer werdenden Lebewesen vereinnahmt. Dieser Koloss ist sehr verletzlich und stirbt am Ende daran.

  

 

1.      Ein Drittel des Weltsozialprodukts fällt auf den entropischen Sektor (Kriminalität, Rüstung, Drogen, Krankheiten ...).

 

2.     Die Belastbarkeit des menschlichen Körpers ist kein Beleg für seine Manipulierbarkeit. Die scheinbare Maschine zerstört sich von innen.

 

 

 

11.          Wer als Kind unbeschränkt spielen durfte und in Nestwärme aufgewachsen ist, braucht als Erwachsener keinen unangemessenen Lebensstandard.

 

 

1.     Ein entspannter Körper wird warm. In einer entspannten Atmosphäre können Kinder wachsen. Entspannung ist Sozialismus.

 

2.     Ein Lebewesen bleibt psychisch gesund, wenn es regelmäßig Dinge tut, bei denen es mit ganzem Herzen ist.

 

3.     Man muss sich entscheiden: Entweder einen Menschen sich entwickeln lassen (Pädagogik) oder ihn für einen Arbeitsplatz ausbilden.

 

4.     Wer erschüttert ist, muss pfleglich behandelt werden.

 

 

 

 

12.        Ein Lebewesen ist in der Regel in sich, d.h., es ruht, es ist faul. Nur wenn es sich ernährt, bumst, seine Kräfte misst, angegriffen wird oder als nicht ausgetragene Frühgeburt, ist es außer sich.

 

 

   

1.      Tiere sind meistens mit Schlafen, Spielen, Muße beschäftigt.

 

2.      Solange Tiere sich nicht  in die Enge gedrängt fühlen, bleiben sie friedlich.

 

3.      Wer nicht in sich zu Hause ist, ist bei einem Gott zu Hause, einem Konstrukt, das ihn scheinbar schützt – gegen alle Gesetze der Natur. Deshalb legen solche Menschen Wert auf die Konstrukte (Begriffe) “Beherrscher  der Natur“und „Eigentum“.

 

2.       Lebendige Menschen sind eine Bedrohung für Kapitalisten. Andererseits brauchen sie sie, weil Innovationen nur aus Lebendigen kommen. Ihren Profit holen Kapitalisten mit diesen Innovationen aus Drogensüchtigen.

        

3.       Wenn du das Gleichgewicht in der Natur verstehen willst, musst du deine Seele in Ordnung gebracht haben. Dann musst du nicht aufs Gymnasium gehen, um klassische Musik zu verstehen. Dann musst du nicht Devisen über Exporte erwirtschaften, um auf einer Reise ein Zimmer mit Bad zu haben.

 1.     Jedes Tier hat das Bedürfnis, sich in seine Umgebung einzufügen, eins zu sein mit der Natur. Liebe, Tanz, Musik täuschen dies wenigstens vor.

  

4.     Wer ernsthaft krank ist, stirbt, wenn auch manchmal über den Umweg einer sogenannten Hochkultur. Wer in sich ruht, hat (fast) alle Fähigkeiten, die er zum Leben braucht. Wer nicht in sich ruht, lernt (fast) nichts Neues dazu.

   

13.          Ein Lebewesen hat eine sinnliche Identität. Die Befriedigung seiner sinnlichen Bedürfnisse schafft ihm diese Identität. Es ist eins mit seinem Körper.

 

 

1.     Ein gesundes Lebewesen richtet sich nach seinem Wohlbefinden, nicht nach den Leuten.

1.      Psychisch Gestörte merken nicht, wie gut sie es haben.

 

2.      Zu Hause ist man, wo man alle seine Fähigkeiten am sinnvollsten eingesetzt sieht. Letzten Endes ist man in seinem Körper zu Hause.

 

 

3.      Unter Tieren gibt es keine Moral. Nicht: Darf ich das? Sondern: Passt das zu meinem Körper, zu meiner Art zu leben?

 

4.      Andere Tiere entspannen sich öfter/fühlen sich öfter sicher als die Menschen.

 

5.      Wesentliche Voraussetzungen für die Entwicklung eines Selbstbewusstseins: Ruhe, vertraute Umgebung.

 

 

2.        Ein gesundes Lebewesen lebt im Augenblick.

   

1.      Auf der Stelle rennen: Widersprüche sind semantischer Art. Dialektik ist die Aufhebung der Sprache durch die Natur.

2.   Wie andere Tiere leben auch die (gesunden) Menschen im Augenblick. Wer vor ihnen war, bezeichnen sie als Vorfahren. Wer nach ihnen kommt, bezeichnen sie als Nachfahren. Sie halten sich für die Wichtigsten.

 

 

3.        Jedes Individuum hat ein anderes Koordinatensystem der Wahrnehmung, auch wenn es Gemeinsamkeiten gibt.

 

1.      Hinter jeder ReAktion eine Lebewesens verbirgt sich eine Biografie

 

2.      Erkenntnisse müssen in Instinkte/Gene übergehen, wenn sie helfen sollen.

 

 

 

4.        Psychisch gesund: Auch den Andersartigen ein Recht auf Leben zugestehen und es nicht als skandalös empfinden.

 

1.     Psychisch krank ist, wer sich dauernd abgrenzen oder ausdehnen muss. Psychisch gesund ist, wer weiß, wo er steht, und den Raum, den er zum Leben braucht, kompromisslos zu verteidigen bereit ist.

 

 

5.        Indiz für eine gesunde Psyche: ein selbstloses, teilnehmendes, verständnisvolles Lächeln.

 

 

6.        Kranke sind auf der irrationalen Ebene berechenbar, Gesunde auf der rationalen.

 

 

14.          Die Vergrößerung des Schimpansenhirns ist abhängig von der Völkerwanderung der Schimpansen.

1.             Je stärker ein Gehirn entwickelt ist, desto eher ist sein Träger bereit, anderen Artgenossen zu helfen.

 

2.     Raum und Zeit sind Vektoren menschlicher Psyche.

 

 

1.     Menschen, die stark bedrängt werden (z.B. Juden), neigen zum Konsum von Drogen.

 

2.       Ein normales Tier denkt nicht an Vergangenheit und Zukunft. Es wird davon heimgesucht durch Erinnerung und Angst.

 

3.     Wem die Vergänglichkeit des Lebens nicht schmeckt, der erfindet die Kategorie Zeit.

 

4.    Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Individuums sind angelegt in seiner Konstitution.

 

 

 

 

3.       Wer antagonistische Konflikte mangels Lebensraums (oder wegen der Einbildung dieses Mangels) nicht durch Weggehen lösen kann, löst sie durch Krieg gegen andere oder gegen sich selbst (Entwickeln von Schuldgefühlen, von Werkzeugen für Ackerbau und Viehzucht, Zivilisation, Arbeiten im Schweiße deines Angesichts, Vergrößerung des Gehirns).

 

 

1.     Bei Menschen führen Naturkatastrophen dazu, dass sie sich gegenseitig umbringen.

 

 

 

4.       Man kann viele Menschen in einen Raum packen - wenn sie sich sympathisch sind. Aber der Kapitalismus packt wildfremde Menschen in einen engen Raum.

 

1.     Nur wer seine Umgebung kennt, pflegt sie.

 

2.     Wenn du weißt, wohin es geht, kannst du dich entspannen.

 

5.       Je mehr Menschen auf einem Raum zusammengepfercht werden, desto einsamer werden sie.

 

 

 

 

 

3.     Der nicht ausgetragene Mensch ist dümmer als ein ausgetragenes Lebewesen, z.B. ein Feldhase.

 

 

1.  Die Angst vor dem Untergang der Sippe ließ das Patriarchat entstehen.

 

 

 

1.       In widrigen Lebensbedingungen rotten sich Lebewesen zu Gemeinschaften, Sippen, Großfamilien zusammen: Völkerwanderung, Zugvögel, Nomaden ... Wo dies nicht möglich ist (z.B im Kapitalismus: JedeR gegen jedeN), entstehen Gesellschaften, Nationen, Staaten ...

  

2.       Die Frau ist klüger als der Mann. Sie lernt nur das, was sie wirklich verwenden kann.

         

3.     Wer Sex in den Mittelpunkt seines Lebens stellt, will sich von Angst befreien.

 

4.     Wer ständig an den Tod denkt, ist krank.

 

 

 

2.     Ein Lebewesen, das in der Regel außer sich ist, meistens an das Gestern/Vorher oder Morgen/Nachher denkt oder im Hinblick darauf handelt, ist krank.

 

 

 

1.     Psychisch gestört ist, wer nicht im Augenblick lebt, sondern mit seiner unverdauten Vergangenheit oder mit seiner erwarteten Zukunft belastet ist.

 

1.          Zeichen psychischer Beschädigung: Menschenfeindlichkeit, Regungslosigkeit,  keine positive  Beziehung zum eigenen Körper.

 

2.     Chronische Angst löst Denken aus.

   

 

3.     Der leere Mensch zieht auch noch in fortgeschrittenem Alter von einem Ort zum andern, tritt mal dieser, mal jener Organisation bei, hat noch nie einen eigenen Gedanken gefasst, noch nie die ganze Verantwortung für sein Tun übernommen; ihm fehlt es an Selbstvertrauen, Lebenswillen, Mut.

 

 

1.          „Tote“ Menschen lieben das Bad in der Menge, bewegen sich z.B. gerne auf Bahnhöfen, und scheuen gleichzeitig die Masse.

 

4.     Psychisch gestörte Menschen brauchen einen Tapetenwechsel oder Tapeten überhaupt.

 

5.     Psychische Störungen und daraus resultierende Kriminalität gegen sich und andere beruhen auf diesen Erfahrungen: Die anderen sind nicht einsam, ich bin’s. Die anderen haben das Leben nicht verpasst, ich hab’s.

 

6.     Süchtige sind ungeduldig, Gesunde können warten.

 

7.     Wer seine eigenen Interessen nicht vertritt, wird schneller depressiv.

 

 

 

3.     Wer sich in dieser Welt nicht zurechtfindet, fühlt sich verfolgt. Dagegen schützt er sich aktiv (indem er seinen Defekt zu Kunst, Wissenschaft, Politik ausbaut) oder passiv (indem er sich an einen Heiland/eine Autorität hängt).

 

 

1.     Die einen leben in einer fiktiven Welt, die anderen in einer realen. Nur in der letzteren gelten Naturgesetze, in der ersteren herrscht eine permanente Angst vor dem Unbekannten.

 

2.     Der Mensch ist ein Lebewesen, das sich meistens nicht selbst orientiert, sondern eine Orientierungshilfe braucht: Kunst, Wissenschaft, Politik.

 

3.     Je dümmer die Menschen, desto mehr erscheint Klugheit als Priestertum und Erlösertum. Tiere haben keine Priester.

 

 

4.     Wer mit sich selbst unzufrieden ist und dies verdrängt, projiziert seine Unzufriedenheit auf ein Objekt. Wer z.B. gleich explodiert, weil er ein Computerproblem nicht lösen kann, sagt: "Der Computer explodiert gleich."

 

1.     Wer keine Alternative lebt, hält der Welt, die ihn vergiftet, einen Spiegel vor; er giftet zurück.

 

5.     Wer mit sich selbst nicht zufrieden ist, braucht Feinde.

 

6.     Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Arten, auf Umwelt und Mitmenschen zu reagieren: Sich anrühren lassen („Das habe ich schon immer gefühlt“). Ihnen verfallen („Ich möchte gern so sein wie sie“). Die erste ist die gesunde Art, die zweite die kranke.

 

7.     Wer kein Selbstbewusstsein hat, wird aggressiv oder zieht sich zurück.

 

1.          Wer in seiner Würde verletzt wird (durch Aufdeckung oder Ausgrenzung), schämt sich. Diese Scham sucht er durch Gewalt zu verdecken.

 

8.     Wer viele Probleme hat, deckt sich mit viel Arbeit ein.

 

4.   Der nicht ausgetragene Mensch hat keine sinnliche Identität. Er beschafft sich eine künstliche Identität über Religion (Kunst, Wissenschaft, Politik). Diese psychische Störung schlägt sich am frühesten als Kunst nieder, dann als Wissenschaft, dann als Politik. Kultur ist Sozialhygiene, der Versuch, sich von Bedrückendem der Gesellschaft zu befreien.

1.      Entstehung einer polytheistischen Religion: Der Mensch fühlte sich eins mit der Natur, als Tier unter Tieren, aber doch nicht ganz so gewappnet gegenüber den verschiedenen Bedrohungen.

 

2.      Entstehung einer monotheistischen Religion: Der Mensch fühlt sich als Beherrscher der Natur, aber doch nicht so ganz gewappnet, dass nicht noch eioer über ihm sein müsste.

 

3.     Wer sich unvollkommen fühlt, möchte vollkommen sein.

 

1.      Psychisch beschädigte Menschen kapseln sich ein. Ihnen sind die Welt und die Menschen egal, oder sie betrachten sie als Kunst. Berührungen verstehen sie leicht als Angriffe.

 

2.      Wer zu wenig Zuwendung erfahren hat, neigt zum Helfer-Syndrom.

 

4.     Psychisch gestörte Menschen brüsten sich damit, (fast) nie krank zu sein.

 

5.     Psychisch gestörten Menschen ist der Beruf wichtiger als das Privatleben.

 

6.     Die ihrer Natur entfremdeten Menschen suchen die meiste Zeit ihres Lebens nach dem Leben/ihrem Selbst und verbringen die meiste Zeit mit Floskeln, Höflichkeiten, Leerformeln und der Beschwörung ihrer Ängste und Sehnsüchte.

 

7.     Die ihrer Natur entfremdeten Menschen können ihr politisches Handeln nur an äußeren Dingen messen: Wettbewerb, Geld, Vollbeschäftigung ... Sie haben keinen inneren Maßstab, weil ihnen ein Selbst fehlt.

 

 

1.     Wer nach außen penibel korrekt ist, ist im Grunde seines Herzens sehr inkorrekt.

 

2.      Psychisch gestörte Menschen putzen, wenn schönes Wetter ist, nicht wenn sie sich nicht wohl fühlen.

 

3.     Sie müssen was in der Hand halten: ein Handy, eine Zigarette, eine Flasche Bier.

 

 

8.      Die bürgerliche Kultur lebt von der Unverklemmtheit des einfachen Volkes.

 

9.      Psychisch gehemmte Menschen können nicht über ihre Leiden reden. Also reden sie über die Leiden anderer Menschen, anderer Völker. Oder sie weihen ihr Leben der Kunst, der Wissenschaft oder der Politik.

 

1.     Wer psychisch krank ist und das nicht zugibt, kommt dazu durch eine psychologisch-optische Täuschung: 1. Das Wetter ist schön, alles wird gut. 2. Was wir nicht alles an Wissenschaft, Kunst und Literatur leisten! Sind wir nicht toll?

 

2.     Psychisch Beschädigte versuchen, ihre Beschädigung durch karitatives Handeln zu überdecken.

 

 

 

10.     Psychisch gehemmte Menschen können nicht pulsieren. Ihnen fehlt das systole/diastole. Müssen sie sich lange unter einer Diktatur ducken, können sie nicht mehr aufrecht gehen, wenn die Diktatur vorbei ist. Müssen sie klein schreiben, weil sie nur wenig Papier haben, können sie nicht mehr größer schreiben, wenn sie mehr Papier haben. 

 

1.     Wer sich bleibend für etwas begeistern kann und wer bleibend einem Menschen nahestehen kann, ist psychisch gesund.

 

2.     Wer psychisch gesund ist, ist offen für Neues. Er findet auf jedem Niveau/in jeder Welt noch Interessantes.

 

11.      Wer stark gedrückt wird, will weit reisen. Wer eine kleine Seele hat, ist ein großer Krimineller.

 

12.    Kunst, Wissenschaft, Politik beginnen bei dir selbst.

1.      KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen sind i.d.R. auf der Suche nach ihrem Lebenssinn. Sie sind nicht in der Lage, eine Alternative zu ihrer Gesellschaft aufzuzeigen, weil sie für sie nicht da ist.

 

2.      Wer keinen Sinn in seinem Leben gefunden hat, braucht Fiktion.

 

3.      Wer primär Mensch ist, kann viel zu Kunst, Wissenschaft und Politik beitragen.

 

4.      Wer primär Künstler, Wissenschaftler, Politiker ist, ist psychisch gestört.

 

 

13.   Der Mensch ist entweder wahnsinnig (schafft sich ein künstliches Bezugssystem), oder er akzeptiert sich als Tier.

 

1.     Wer nicht das Gefühl hat, die meiste Zeit des Tages etwas Sinnvolles zu tun, wird krank.

 

2.     Der Mensch scheint ungeheuer gesund, ungeheuer stark zu sein. In Wirklichkeit ist das nur, wie wenn ein Geisteskranker manchmal ungeheure Kräfte entwickelt oder wie wenn ein krebskranker Baum ungeheure Auswüchse zeitigt.

 

 

5.    Menschen ohne sinnliche Identität sind krank, autoritär stukturierte Menschen, UntertanInnen, unfähig zur Selbstbestimmung, unfähig zur Demokratie, unfähig zum Sozialismus.

 

 

1.     Wer wegen einer psychischen Störung nicht merkt, dass die Art, wie er die Welt sieht, seine Welt ist, sucht dauernd, aber vergeblich außerhalb seiner selbst einen Orientierungspunkt.

 

1.     Wer sich an eine Partei, eine Gewerkschaft, eine Organisation oder an einen Menschen klammert, sucht ein schützendes Haus. Er hat nicht mehr die Fähigkeit, sein Haus selbst zu bauen, selbst zu denken.

 

2.     Wer sich nur noch für seine unmittelbare Umgebung interessiert, ist psychisch beschädigt.

 

 

2.     Wer nicht sinnlich seinen Standort bestimmen kann, muss seine Identität künstlich herstellen - durch die Errichtung von Grenzen, durch Abgrenzung.

   

1.     Wer sich dauernd abgrenzen muss, ist psychisch gestört.

 

2.     Psychisch gestörte Menschen wollen aufgehoben sein in einem stimmigen System. Gesunde Menschen breiten ihre Stimmigkeit aus.

  

3.     Wer zu Beginn seines Lebens keine Nestwärme erfahren hat, braucht in seinem späteren Leben sehr viel Bestätigung von anderen Menschen, aus Wettbewerben. Er ist behindert in seiner Wahrnehmung (sine ira et studio).

 

4.     Wer in der Gegenwart die Orientierung verloren hat, schafft sich eine Vergangenheit (Historie des Menschen, König, Ohnmachtgläubigkeit) und/oder eine Zukunft (Glaube, Gott, Fortschrittsgläubigkeit).

 

5.     Wer in seiner Existenz die Orientierung verloren hat, hält sich an einer Bierdose fest oder an einer anderen Droge/Theorie/Autorität/PartnerIn oder holt sich seine Orientierung verzweifelt/mit Gewalt nach außen (massives Auftreten, Rechtsradikalismus) oder nach innen (Gürtelrose, Krebs).

 6.     Psychisch gestörte Menschen können sich für nichts und niemand begeistern; sie können nur ironisch sein/auf Kosten anderer lachen.

   7.    Wer psychisch beschädigt ist, beachtet im Konfliktfall die Würde des Gegenübers nicht.

  8.    Wer ohne Identität ist, dessen Leben besteht aus Konsum (Identifikation und Abgrenzung).

9.      Wer keine eigene Identität hat, muss sich durch absolutes Wissen/Abgrenzung profilieren.

 

10.  Wer keine eigene Identität hat, verschafft sich diese künstlich über Vorurteile und/oder Verfolgungswahn.

 

11.  Wer ein Selbstbewusstsein hat, hat keine Angst vor dem Fremden.

 

12.  Du hast entweder ein Idol oder ein Ich. Beides geht nicht.

 

13.  Gesunde Menschen begegnen anderen Menschen zunächst einmal mit einem Vertrauensvorschuss. Kranke Menschen haben vor anderen Menschen zunächst einmal Angst.

 

 

3.     Wer nicht alleine dastehen/auf eigenen Füßen stehen kann, ist psychisch gestört.

 

1.     Wer für sein Selbstbewusstsein andere braucht, die dümmer oder schlechter sind als er, ist psychisch gestört.

 

2.     Wer sich einsam fühlt, stürzt sich gern in ein Gewimmel. Wer sich unsicher fühlt, klammert sich an jemand.

 

4.       In einer bürgerlichen Demokratie lassen sich Menschen ihre Freiheiten geben, in einer Demokratie nehmen sie sich ihre Freiheiten.

 

1. Psychisch gestörte Menschen regen sich nicht (damit man nicht merkt, wie krank sie sind).

 

5.     Untertanenmentalität: Wenn es mir schlecht geht, soll es anderen auch schlecht gehen; ich demontiere sie, unterdrücke sie (Gewalthierarchie). Oder, wenn ich das nicht schaffe: Wenn es mir schlecht geht, sollen andere etwas abgeben (Verdinglichung der menschlichen Beziehungen).

 

1.      Wer Menschen über sich duldet, will auch Menschen unter sich haben.

 

2.      Kranke Menschen gelangen langfristig miteinander in Streit, gesunde nicht.

 

3.      Nur psychisch kaputte Menschen wollen Krieg führen.

 

4.      Psychisch gestörte Menschen machen immer mehr Kompromisse, bis sie am Ende tot sind. Dieses Ende vor Augen, versuchen sie sich dagegen zu wehren, indem sie auf schwächere stehen und sich stärkeren andienen.

 

5.      Wer andere zersetzen will, zersetzt sich selbst. Beispiele: DDR, Israel.

 

6.      Untertanen ohne Führer neigen leicht zur Resignation oder Apathie.

 

6.      Wer sich i.d.G. minderwertig fühlt, wer kein Selbstbewusstsein hat, bindet Leute an sich, kauft sich solche Leute, die i.d.G. höherwertig sind (mit denen man Staat machen kann). Wer sich mit dieser Gesellschaft nicht identifiziert (weil er Selbstbewusstsein hat), hat nicht diese Probleme.

 

1.     Ein psychisch gestörter Mensch klammert sich an eine Etikette, an eine Autorität.

 

2.     "Wenn schon unterdrückt und gedemütigt, dann möchte ich wenigstens zu den Starken, Mächtigen, Siegern, Gewinnern gehören."

 

3.     UntertanInnen brauchen zu ihrer Sicherheit die Masse.

 

4.     Konfliktscheu ist, wer Angst hat, Freunde zu verlieren.

 

5.     Selbstbewusstsein: deine eigene Geschichte mit deiner wirklichen Geschichte zur Deckung bringen.

 

7.      Wer kein Selbstbewusstsein hat, strebt nach Überfülle und Übersicherheit.

 

1.     Wer eine Identität hat, kann sich entspannt zurücklehnen.

 

 

8.     Wer Angst hat, nur das zu tun, worauf er Lust hat, ist psychisch gestört.

 

 

9.      Ein krankes soziales Lebewesen sieht sich vor die Alternative gestellt: Lebe ich für mich oder für die Öffentlichkeit? Ein gesundes soziales Lebewesen sagt: Indem ich für mich lebe, lebe ich für die Öffentlichkeit.

 

1.     Psychisch Verletzte stellen sich die Welt voll von psychisch Verletzten vor, sie haben ein großes Nachsehen mit anderen, verhalten sich karitativ oder halten ihre schützende Hand über andere. Psychisch Verletzte sind autoritär. Psychisch Gesunde stellen sich neben Schwache, bis diese erstarkt sind.

 

2.       Wer sich aufopfert, ist auch kriminell (weil er sich nur aufopfert, um seine Kriminalität zu verbergen). Ein psychisch gesunder Mensch opfert sich nicht auf. Ein psychisch verletzter Mensch wird leicht kriminell.

 

3.       Auf sich zentrierte Menschen sind karitativ tätig.

 

4.      Wer psychisch beschädigt ist, will karitativ handeln. Wer karitativ handelt, will Märtyrer werden. So entstehen Kriege.

 

5.      Die Gesellschaft hat mehr vom einzelnen, wenn sie ihm mehr Freiheit lässt

 

6.        Wenn eine Gesellschaft marode ist,, muss eine Gesundung vom einzelnen ausgehen: seine Identität finden und nett zu sich selbst sein.

 

 

10.   Eine gestörte Identität hat, wer nicht mehr verstehen kann, wie oder dass er früher anders gesehen/gedacht hat.

 

1.     Psychisch gestört ist, wer die Ursache nicht bei sich selbst sucht, wenn etwas nicht so läuft, wie er es sich vorgestellt hat.

 

2.      Wer nicht nett zu sich selbst ist, ist auch zu anderen Menschen nicht nett. Wer nicht nett zu sich selbst ist, ist psychisch gestört.

 

3.      Psychisch gestört ist, wer als Erwachsener seine Fähigkeiten falsch einschätzt.

 

4.     Psychisch gestört ist, wer anderen zumutet, was er sich selbst nicht zumutet.

 

 

5.      Psychisch gestört ist, wer nicht ertragen kann, dass andere anders sind als er.

 

6.      Wer nicht verunsichert ist, sucht keinen Schuldigen, sondern Verständnis.

 

7.     Doppelzüngig: Für psychisch beschädigte Menschen gelten andere Maßstäbe, als sie an andere anlegen.

 

 

 

 

11.    Wer eine gestörte Identität hat, hat das Bedürfnis nach Eigentum.

 

1.     Eine Identität hat nur, wer kein Über-Ich und kein Unter-Ich besitzt.

 2.      Psychisch gestörte Menschen haben Angst, in der Gosse zu landen. Sie fürchten einen gesellschaftlichen Abstieg.

 

3.      Bürgerlich/krank ist, wer sich nicht sicher ist, was er mit seinem Leben anfangen will, wer den Maßstab für sein Leben nicht in sich trägt, wer UntertanIn ist.

 

4.      Je elender sich jemand fühlt, desto mehr Klunker hängt er sich um.

 

 

 

 

 

12.   Nur Unterdrückte wollen berühmt werden. Wer kein Selbstbewusstsein hat, will etwas Besseres sein.

 

 

1.     Eine gestörte Psyche äußert sich so: „Wie ist alles um mich herum schlimm! Ich habe es schon immer besser gewusst als alle um mich herum. Mir kann keiner mehr was vormachen.“

 

2.     Nur Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen werden Streber.

 

3.      Wer oft andere lobt, braucht selbst Lob.

 

4.     Wer nach Macht strebt, will andere unterdrücken und ist deshalb psychisch gestört. Wer niemand hat zum Unterdrücken, unterdrückt sich selbst.

 

 

13.    Wer sich nicht selbst vergewaltigt, vergewaltigt auch niemand anders.

 

6.    Wenn ein Volk jahrzehntelang einer Diktatur ausgesetzt ist und dann plötzlich in die (bürgerliche) Demokratie entlassen wird, geht es so zu wie im Dritten Reich oder in Jugoslawien. Wenn das vermieden werden soll, müssen sehr früh Verhältnisse geschaffen werden, in denen die Menschen Muße genug haben, ihre Identität zu erkennen, die Andersartigkeit anderer anzuerkennen und Konflikte rational zu lösen.

    

1.     Hennen aus Legebatterien sind verhaltensgestört. Sie sind aggressiv (rupfen sich selbst die Federn aus oder picken auf anderen Hennen herum).

 2.     Wer ohne Muße plötzlich vor eine schwierige Situation gestellt wird, neigt dazu, den gordischen Knoten mit einem Schwert durchzuschlagen.

 

1.     Du darfst Menschen nur in dem Rahmen fordern, wo sie sich psychisch sicher fühlen; sonst reagieren sie gefährlich/unrealistisch.

2.    Probleme zwischen Menschen löst du dadurch, dass du ihnen Lebensbedingungen schaffst, die entspannen.

   3.     Für wen es nicht selbstverständlich ist, dass der andere anders ist und denkt, ist krank.

 4.     Wer behindert ist, will zunächst einmal zu dem gehören, was ist, und sei es noch so schlecht.

 5.     Ein Kranker hat Erwartungen gegenüber einem Arzt. Die Kunst der Therapie besteht darin, diese Hierarchie, diese Rollenzuweisung aufzuheben und ein partnerschaftliches Verhalten wiederherzustellen. Das geschieht dadurch, dass der Arzt dem Patienten zu verstehen gibt: "Ich kenne deine Krankheit, weil ich mit dir in derselben krankmachenden Gesellschaft lebe und aus eigener Erfahrung weiß, dass man aus dieser Krankheit, aus dieser Gesellschaft wieder herauskommt, aber nur durch eigene Kraft, durch Selbstheilungskräfte. Auf deine Kräfte kann ich dich hinweisen; aber heilen mußt du dich schon selbst." Therapie besteht also in der Ermutigung zur eigenen Identität und zur Offenheit gegenüber partnerschaftlichen Menschen. Diese Form nennen wir Demokratie.

 

 

 

 

7.   Wenn du dich mit dir selbst (mit deinen AnhängerInnen) zusammentust, bist du immer noch allein. Bist du anders und schwach, fallen deine eigenen Leute über dich her, wenn sie krank sind. Gesund ist es, sich mit dem oder der zusammenzutun, der/die anders und stark (aus sich selbst lebend) ist, nicht, sich einem/einer solchen zu unterwerfen.

 

 

 

 

 

 

  

1.     Ein freier Mensch hängt sich an nichts und niemand.

 

2.     Die herrschenden Verhältnisse pflanzen sich fort im Kollektiv.

 

3.     Das Neue, das Innovative kommt von Individuen.

 

4.      Die Alternative zum Kapitalismus ist Entspannung/Ausgetragensein/Aufgehobensein/Heimat.

 

5.     Kranke wollen nichts Neues erfahren.

 

6.     Wer psychisch gesund ist, ist gemeinschaftsfähig.

 

 

 

 

8.    Menschen, die selbst nicht Mensch, Lebewesen sein können, bringen das Menschliche, das Natürliche in ihren Produkten zum Ausdruck. So hat in der herrschenden Schicht seit der Renaissance das Produzieren gegenüber dem Faulenzen die Oberhand gewonnen. Verglichen mit anderen Lebewesen, war es schon immer dominant beim Menschen. Faulenzen hier verstanden als: Nur das tun, wozu die Not/die Natur drängt; seine Notdurft verrichten.

 

 

 

 

 

1.     Psychisch gestörte Menschen empfinden nur das als angenehm, was sie beschlossen haben. Was sie willentlich angegangen sind, was sie gekauft haben. Ein zufälliger, nicht bestellter Klang, ein zufälliges, schönes Licht, eine zufälligen, schönen Duft können sie nicht genießen. Nur einen Urlaub, eine Ware, eine Ehefrau.

 

2.     Was du für den andern meinst zu produzieren, produzierst du für dich selbst, zu deiner Klärung, Stabilisierung, Stärkung.

 

 

3.     Wer kein Leben hat, wer sein Leben nicht genießt/im Griff hat, interessiert sich für Lebensspuren fremder Menschen, für Antiquitäten.

 

4.     Es gibt zwei Sorten von Menschen: Die eine haben Großes vor, die anderen leben für den Tag. Letztere sind psychisch gesund.

 

 

5.     Nur Therapiebedürftige machen aus Politik, Wissenschaft oder Kunst einen Beruf.

 

 

1.       Wer SM-Rituale unbedingt braucht, wer süchtig danach ist, bei dem handelt es sich um abgekapselte Ängste aus früher Kindheit, die sein normales Leben nicht beeinflussen. Ähnlich muss mensch sich die aktive wie passive Sucht nach Kunst, Wissenschaft, Politik vorstellen. Sehr schön anzuschauen bei Eichmann, der ein gut situierter Bürger war, der gerne Klavier spielte, wenn er nicht gerade seine Sucht befriedigte. Oder bei Hitler, der ein netter Onkel Dolf  war, wenn er nicht gerade seine Sucht befriedigte.

 

 

 

 

 

 

 

4.    Unter den Menschen dominieren heute die Gesetze des Kapitalismus.

 

 

1.   Im Kapitalismus ist das Gleichgewicht der Ökonomie gestört.

 

 

1.     Kapitalisten denken an den (scheinbaren) einzelwirtschaftlichen Nutzen. Sozialisten denken an den volkswirtschaftlichen Nutzen.

 

2.     Wer seine Grenzen akzeptiert, muss nicht sparsam sein.

 

3.     Wer unglücklich ist, muss konsumieren.

 

4.     Der Kapitalismus kocht sein Süppchen auf der Angst der kleinen Leute. Er nimmt ihnen das Glück und verkauft es ihnen wieder.

  

 

1.     Der Liberalismus lebt von zerstörten Identitäten, von Menschen, die keine Widerstand leisten können: "Auf Dauer können wir nicht dem wirtschaftlichen Druck unserer Nachbarn widerstehen: bei der Privatisierung der Medien, bei den freien Ladenöffnungszeiten ..."

 

 

5.     Man muss sich entscheiden: entweder internationaler wirtschaftlicher Wettbewerb oder ökologische Politik.

 

 

2.    Wer einsam ist, konsumiert zuviel (kauft zuviel und isst zuviel) oder nimmt Drogen oder verkauft sich. Dieses Verhalten ist eine Ressource des Kapitalismus.

 

 

1.     Wer verdrängt, dass er selbst (psychische) Probleme hat, will anderen helfen (ohne dass er sein Verhalten als Ursache ihrer Probleme erkennt) und/oder sich selbst mal was gönnen (Konsumgesellschaft).

 

2.     Konsumverhalten entsteht, wenn jemand nicht mehr offen ist, nicht mehr handelt ohne Erwartungen an andere Menschen, wenn jemand - und sei es auch nur partiell - seine Zukunft garantiert haben will.

 

3.     Im Kapitalismus wird i.d.R. verdinglichtes Leben, Ware, Totes reproduziert. Das Tote greift um sich, die Entropie nimmt ihren Lauf.

 

4.     Der Kapitalismus vergeudet menschliche Produktivkraft und menschliche Ressourcen, weil er nicht auf individuelle Freiheit setzt. Ohne Kapitalismus könnte viel mehr und viel besser produziert werden.

 

1.     Die Einschränkung der individuellen Freiheit wird im Kapitalismus scheinbar kompensiert durch die Freiheiten Autofahren, Shopping, Sex.

 

5.     Im Kampf (gegen den Kapitalismus) muss jedeR notfalls allein dastehen können, auf eigenen Füßen stehen können, für sich eine Alternative zum Kapitalismus haben/leben; er/sie darf sich dabei nicht einsam fühlen. Ansonsten tut er/sie sich aus Angst mit den Falschen zusammen. Menschen ohne Alternative sind also nicht für den Kampf geeignet bzw. unterstützen letzten Endes das herrschende System.

 

1.     Wer durch (den Kapitalismus) vereinzelt ist, kämpft um Liebe und Anerkennung und entwickelt Gier.

 

6.     Wer seine Sättigungsgrenze nicht mehr spürt, kann auch beim Sex nicht warten, bis das andere Geschlecht so weit ist, und kann auch nicht warten, bis andere ihm zugetan sind.

 

1.     Menschen leben i.d.R. auf Distanz miteinander. Die Angst vor Einsamkeit im Kapitalismus bringt sie dazu, dass sie öfter und länger eng zusammen sind, als ihnen am Ende lieb ist.

 

 

 

3.   Der Mensch ist seiner Natur nach flexibel, lernt sein Leben lang, hat eigene Ideen; aber der Kapitalismus muß nach seiner Logik diese Eigenschaften zerstören.

 

 

 

 

 

1.     Manche Dinge (z.B. eine Kilometerstein) machen nur im Zusammenhang einen Sinn. Probleme werden dadurch gelöst, dass ein Individuum neue Zusammenhänge erkennt. Diese Fähigkeit wird aber durch die Erziehung in der kapitalistischen Gesellschaft zerstört.

 

2.      Nach der Logik des Kapitalismus (JedeR gegen jedeN) sind Spiel, Neugierde, Spontaneität ausgeschlossen. Dadurch aber werden die Menschen unflexibel.

 

 

3.      Als Ventil für solche Bedürfnisse dienen Kunst und Kultur. Im Kapitalismus sind Kunst und Kultur also das notwendige Gegengewicht zur Wirtschaft.

 

4.      Je weiter die Partikularisierung im Kapitalismus, desto weniger Wahrnehmung der Bedürfnisse im eigenen Körper und in der eigenen Umwelt.

 

1.     Nur Fußgänger (im ÖPNV und beim Gehen) haben im Kapitalismus (Termindruck, Leistungsdruck, Aufmerksamkeit im Verkehr) Gelegenheit zur Selbstreflexion (Ist das richtig, was ich zu tun plane?).

 

 

5.     Wer Ideen hat, hat es schwer im Kapitalismus.

 

 

 

 

4.     Der Kapitalismus zerstört Identität und Gemeinschaft.

 

 

 

1.     Was eine Gesellschaft zusammenhält, kann man nicht zur Ware machen. Versucht man es dennoch, zerfällt die Gesellschaft.

 

1.     In einer Gesellschaft, in der jedeR gegen jedeN kämpft, schaffst du Vertrauen, indem du die Leute in Ruhe lässt.

 

2.     Wo eine Gemeinschaft zerstört ist, sucht mensch Ersatz im Tourismus.

 

3.     Im Kapitalismus gibt es immer weniger menschliche Beziehungen, weil der einzelne immer mehr in ökonomischen Beziehungen steht.

 

 

2.     Sozialismus: Bedingungen schaffen, in denen sich jedeR die Frage beantworten kann: Was fange ich mit meinem Leben/meiner Gesellschaft an?

 

3.     Sozialismus: Meine Existenz ist nicht gefährdet. Mir kommt immer jemand zu Hilfe.

 

1.     Im Kapitalismus/Wettbewerb wird den Menschen die Kollektivität (Austausch von Erfahrungen)/das soziale Lebewesen ausgetrieben.

 

4.     Der Kapitalismus zerstört nacheinander die Dorfgemeinschaft, die Lebensgemeinschaft und die individuelle Identität.

   

1.     Kapitalismus: Ein System der Selbstorganisation von Menschen ohne Beziehungen oder mit fiktiven Beziehungen.

 

2.      Im Kapitalismus haben die Menschen i.d.R. ihre Orientierung verloren, die Orientierung in ihrem Körper.

 

3.      Mit fortschreitendem Kapitalismus löst sich ein Volk auf.

 

4.   Menschen im Kapitalismus können sich nicht näherkommen, weil sie alle krank sind.

 

5.   Wer sich aus Angst vor der Vereinzelung im Kapitalismus zusammentut, erleidet Schiffbruch.

 

 

 

5.     Das Verdrängungsbedürfnis in einer Lebensgemeinschaft wächst mit zunehmender zeitweiliger Trennung. Ist das kollektive Bewusstsein endgültig zerstört, bleibt eine Handelsbeziehung übrig.

 

6.      Wo Identität und Gemeinschaft fehlen, folgt notwendigerweise Gewalt: Die Frau zerstört ihren Freier/ihr Baby oder sich selbst. Der Mann zerstört seine Frau/seinen Feind oder sich selbst.

  

 

1.     Was der Kapitalismus den Menschen an leben nimmt, wollen sie sich privat zurückholen. Daher die kaputten privaten Beziehungen im Kapitalismus.

 

 

7.      Wo Identität und Gemeinschaft zerstört sind muss die Heilung psychischer Verletzungen gekauft werden. Gekaufte Heilung führt aber auf jeden Fall zu einem anderen Ergebnis als Heilung aus eigener Kraft.

 

8.     Je reicher wir sind, desto weniger gemeinschaftsfähig sind wir.

 

 

 

 

5.     Im Kapitalismus ist das Gleichgewicht der Psyche gestört.

 

 

1.     Der Kapitalismus zerstört das Urvertrauen in den Menschen. Sie vertrauen nicht mehr ihren Gefühlen. Sie vertrauen nicht mehr darauf, dass die Natur alles schon gut eingerichtet hat.

   

1.      Kapitalismus: Fast niemand traut mehr seiner eigenen Wahrnehmung.

 

2. Den Kontakt verloren zur Erde, zu seinen Nächsten, zu sich selbst,zu seinem Körper.

 

3.      Das Bürgertum kennt Langeweile. Es kann nicht mehr spontan reagieren. Es erlebt keine Überraschungen mehr.

 

4.      Wenn Menschen nicht mehr im Augenblick leben können, wollen sie den Augenblick festhalten durch Fotografieren oder durch Kunst. Wenn Menschen nicht mehr direkt miteinander kommunizieren können, verlelgen sie sich aufs Telefonieren, Internet, Schreiben. Aus dieerKrankheit machen viele ein Geschäft oder gar eine Industrie.

 

5.      Eine kapitalistische Gesellschaft wird i.d.R. von Angst beherrscht: Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, von den Menschen, die man kennt, nicht mehr geliebt zu werden, ganz allein dazustehen (die individuelle Entwicklungsbremse). Angst, erkennen zu müssen, dass die eigene bisherige Weltanschauung falsch war.

 

2.     Je unfreier die Seele, desto größer das Besitztum, desto größer das Sicherheitsbedürfnis.

 

1.      Wer keine Heimat hat, braucht Eigentum.

 

2,   Je vereinzelter sich einer verhält, desto mehr hängt er sich verzweifelt an den Nächstbesten (sie nennen es Liebe).

 

3.     Ein Untertan, ein Subalterner, ein psychisch gestörter Mensch wechselt zwischen Unterwerfung und Terror.

 

1.     Ein Untertan ist nicht konfliktfähig.

2.    Wer sein Leben nicht in der Hand hat, wird rücksichtslos und kriminell.

3.    Je fremdbestimmter einer in seinem Berufsleben ist, desto brutaler ist er in seinem Privatleben.

   

4.     Psychisch Kranke brauchen Außergewöhnliches wie eine Heißluftballonfahrt für ihr Wohlbefinden.

 

1. Beim durchschnittlichen Menschen im Kapitalismus hat sich der Schwerpunkt verschoben: Nebensachen sind zu Hauptsachen geworden: Sex, Fußball, Glückspiel, Handel, ...

 

5.     Der Kapitalismus will den Menschen Spiele und Muße verkaufen. Aber erstens kann mensch sie nicht kaufen (weil sie von innen kommen), und zweitens sind die Zeiten nicht danach.

   

6.      Sozialismus: Verteidigung eines Selbst in einer kapitalistisch beengenden Welt.

 

1.      Eine Revolution braucht Menschen, die sich frei entwickelt haben.

 

2.      JedeR muss sich jeden Tag gegen oder für den Sozialismus entscheiden. JedeR muss sich jeden Tag die Frage stellen: Sich verdrängen lassen oder Widerstand leisten.

3.  Standfestigkeit: Ein gesunder Mensch lässt sich nicht so leicht vertreiben oder Waren aufschwätzen. Beweglichkeit: Ein gesunder Mensch reagiert als Lebewesen äußerst flexibel auf seine Umgebung.

 4. Wer sich selbst versorgt, braucht weder Waren noch Geld.

 

5.  Das Bedürfnis, etwas zu kaufen, deutet auf eine psychische Beschädigung. Entweder braucht man etwas wirklich, dann nimmt man es sich, oder man braucht es eigentlich nicht, dann lässt man es sein.

6.   Wer im Kapitalismus psychisch beschädigt ist, hat keine Alternative zum Kapitalismus.

   

7.     Im Kapitalismus ist die Paarung über die Maßen ausgedehnt.

 

8.     Im Kapitalismus ist die Kindheit (Nachmachen, was die andern tun) über die Maßen ausgedehnt.

   

1.     Je weiter der Kapitalismus voranschreitet, desto mehr Menschen (Frauen) suchen Zuflucht bei Puppen und Haustieren.

 

2.     Die Menschen im Kapitalismus sind psychisch nicht voll entwickelt, zum Teil noch Kind.

 

3.     In einer kapitalistischen Gesellschaft können Jugendliche keine Identität entwickeln.

  

 

6.   Der Kapitalismus lebt von der Errichtung künstlicher Grenzen. Sich abgrenzen befördert Konsum und Profit. Grenzen zwischen Menschenmassen bewirken draußen das Gefühl: "Wir werden ausgeschlossen (vom Futtertrog). Denen drinnen geht's wohl besser. Wir möchten auch rein. Dazu verkaufen wir uns (und unsere Arbeitskraft) auch billiger als die da drin." Grenzen zwischen Menschenmassen bewirken drinnen das Gefühl: "Die da draußen gefährden unser Leben. Wir müssen uns (und unsere Arbeitskraft) noch billiger verkaufen als die da draußen." Diese äußeren und inneren Spannungen befördern den Profit, müssen von Zeit zu Zeit aber auch wieder abgebaut werden durch Kriege oder durch Verlegung der Grenzen nach außen: "Wenn ihr brav seid, dürft ihr in absehbarer Zeit auch noch rein."

 

 

 

1.     Wer Menschen ächtet, bereitet ihren Mord vor.

 

 

 

2.     Sozialismus: Dich in deinem Mitmenschen erkennen: Das bin ich. Erkennen, was ihn von dir unterscheidet: Anerkennung seines Andersseins. Erkennen, wenn er krank ist; er grenzt sich von dir ab: Du bildest dir die Grenzen nur ein.

   

1.  Nur der Verunsicherte braucht bellizistische Grenzen.

  

 

3.     Durch die Tauschverhältnisse im Kapitalismus werden die natürlichen Grenzen verwischt.

   

1.     Jemand erscheint stärker oder gesünder oder schöner oder zufriedener, als er in Wirklichkeit ist, weil er sich das entsprechende Make-up gekauft hat.

 

2.     Jemand nimmt mit einem anderen eine (Kauf)Beziehung auf, mit dem er sich sonst nie im Leben zusammentun würde.

 

3.     In einer Handelsbeziehung wird der andere zum Objekt, seine natürliche Grenze wird ihm genommen, er wird nicht mehr respektiert.

 

  

 

4.     Gesellschaftliches Engagement, lebendiges Gemeinwesen nur durch freie Entwicklung eines Individuums, Auflösung des Staates, Wiederherstellung des Dorfes.

 

 

 

 

7.   Im Kapitalismus nehmen Wirtschaftskonzentration und Erwerbsarbeitslosigkeit ständig zu; die Zahl der Selbständigen nimmt ständig ab. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Gleiche Lebensbedingungen in einem Land können nicht garantiert werden. Menschenwürde, Gleichheit vor dem Recht, gleiche Startchancen fürs Leben, Selbstbestimmung, Glaubensfreiheit, Demokratie können nicht garantiert werden. Die Menschen werden passiviert. Der Kapitalist bemächtigt sich des Staates.

 

 

 

 

 

1.     Wenn Menschen sich nicht regelmäßig heimisch fühlen können, sich nicht regelmäßig entspannen können, breiten sich bei ihnen unter der Oberfläche Ausländerfeindlichkeit und Gewaltmentalität aus; da helfen keine demokratischen Institutionen und keine demokratischen Gesetze.

 

2.     Jeder Mensch erlebt täglich den antagonistischen Widerspruch des Kapitalismus, wird danach frustriert und versucht, ihn ihm Rausch zu ertränken: Karriere oder Menschsein? Natur ausbeuten oder sich in die Natur einfügen?

   

1.     Kapitalismus: Alle in einem Rausch vereint.

   

3.      Die kapitalistische Ökonomie lebt von einer nichtmerkantilen Ökonomie anderer Kulturen (z.B. der Hausfrauenwirtschaft).

 

4.     Der kapitalistische Widerspruch: In dem kapitalistischen Chaos "JedeR gegen jedeN" werden Identität und Gemeinschaft zerstört und dringender denn je benötigt. Der Kapitalismus geht daran zugrunde, wenn er nicht laufend aus kapitalimusfreien Zonen Identität und Gemeinschaft (d.h. Menschen mit diesen Qualitäten, Menschen, für die menschliche Beziehungen keine Handelsbeziehungen sind, z.B. Hausfrauen, freiwillig Arbeitende, SelbstversorgerInnen) importieren kann.

 

1.      Die Überwindung des Kapitalismus fängt in den ärmsten Ländern (z.B. Bolivien) an.

 

 

 

8.   Die Herrschenden in der kapitalistischen Gesellschaft: Sie üben (verdeckt) Gewalt aus und diskriminieren die, die (offene) Gewalt ausüben. Sie konsumieren (verdeckt) Drogen und diskriminieren die, die (offen) Drogen konsumieren. Sie sind (verdeckt) psychisch krank und diskriminieren die, die (offensichtlich) psychisch krank sind.

 

 

1.     Kapitalismus ist eine kriminelle Organisation. Die Herrschenden machen Gesetze, um sie zu umgehen.

 

1.     Steuern sind gestohlenes Leben.

 

2.     Da im Kapitalismus nur überlebt, wer über andere herrscht, wird jeder schnell von Herrschenden verschlungen, der eine Opfermentalität entwickelt.

 

3.     Jeden Tag musst du dich entscheiden, ob es dir um die Sache oder um das Geld geht. Entscheidest du dich für das Geld, wirst du kriminell.

 

4.      Der Kapitalismus ist im Grunde kriminell. Er erscheint aber in der Regel nicht so, weil er sich Gutgläubiger wie Collin Powell als Handlanger bedient.

 

5.      Bürgerliche finden keine roten Faden in ihrem Leben. Bürgerliche stellen Regeln auf, an die sie sich nicht halten. Bürgerliche haben Hemmungen, ihre sinnlichen Bedürfnisse spontan zu befriedigen; das kompensieren sie durch Nikotin, Alkohol und Drogen.

 

 

2.     Verdinglichung im Kapitalismus: Was nicht partnerschaftlich ist, ist ein Stück Holz, ist nicht Mensch.

 

3.     Wer Handelsbeziehungen mit seinem Körper pflegt ("Du hältst mich fit den ganzen Tag über, dafür garantiere ich dir nachts tiefen Schlaf - mit Schlaftabletten"), wer Handelsbeziehungen mit seinen Nächsten pflegt ("Du pflegst mich im Alter, dafür sorge ich heute für dein Auskommen"), wer Handelsbeziehungen mit seinen Nachbarn pflegt ("Du schützt mich vor Eindringlingen in unser Revier, dafür unterstütze ich dich ökonomisch"), schafft Hierarchien, sät Gewalt, erntet Krieg.

 

 

1.     Wenn Tauschverhältnis überhaupt, dann gibt es nur eins. Es gibt nicht ein Tauschverhältnis nach außen und eins nach innen.

 

9.    Im Kapitalismus ist das Gleichgewicht der Geschlechter gestört.

   

 

1.     Abschaffung des Kapitalismus heißt auch: Abschaffung des Patriarchats: Frauen denken anders: Die Menschen gehören der Erde, nicht die Erde gehört den Menschen: Grund und Boden gehören nicht den Menschen, es gibt keine Besitztümer. Es gibt keine Dinge, die handelbar sind. Abschaffung des Kapitalismus heißt: Abschaffung der Tauschbeziehungen, Selbstversorgen und Teilen.

 

 

 

 

 

 

10.                Im Kapitalismus ist das Gleichgewicht in der Natur gestört.

 

 

 

1.     Kapitalistisch verhält sich, wer seine Bewegungen nicht mehr unter Kontrolle hat. Wer ungeduldig, einfallslos, maßlos reagiert. Wie z.B. die Giftspritzer auf Blattläuse. Oder die NATO auf Milosevic. Die Natur gerät dadurch aus dem Gleichgewicht.

 

2.     Das kurzfristige Profitdenken des Kapitalismus führt notwendigerweise zu ökologischen und sozialen Katastrophen, weil die langfristig entstehen.

 

3.     Unter Menschen gibt es immer mehr Übergewichtige und immer mehr Magersüchtige.

 

 

 

11.                Die Grenzen des Wachstums in Form der Erde legen nahe, dass das Setzen auf Wachstum (Kapitalismus) ein Fehler war und die Erde planvoll geteilt werden muß, wenn sie angeblich zu klein für die Menschen wird. Das kann aber nur einsehen und realisieren, wer nie so krank war, dass er im Kapitalismus mitgemacht hat: SozialistInnen. Sozialismus praktiziert, wer spürt, daß die Menschen (in Form der Erde) alles mitbekommen haben, was sie zum Leben brauchen, und dass die Erde für sie nicht zu klein ist.

 

 

 

1.     In einer sozialistischen Gesellschaft wird mein Leben nicht von anderen Menschen bestimmt (z.B. durch Zeugnisse) und bin ich nicht allein, wenn ich mal nicht mehr weiter weiß.

 

2.     ProletarierInnen haben nichts zu verlieren, weil sie nicht abhängig von Drogen, von Geld, von Menschen sind, weil sie sich selbst versorgen und selbst organisieren. ProletarierInnen haben den Durchblick, weil sie alle Gesetzmäßigkeiten selbst erkannt haben, die unter den Menschen herrschen.

 

 

3.     Wer keinen Vergleichsmaßstab hat, hält das Leben in einer kapitalistischen Gesellschaft für lebenswert. Wer gesund in diese Welt gekommen ist, hat einen Vergleichsmaßstab und kann nicht umhin, dieser Welt gegenüber feindselig eingestellt zu sein.

 

1.     Sobald du den Menschen Gelegenheit gibst nachzudenken, funktioniert der Markt/der Kapitalismus nicht mehr.

 

 

12.                Wer nur gegen den Kapitalismus ist und nicht alternativ dazu lebt, endet wieder im Kapitalismus (Faschismus).

 

 

1.     Ein kranker Mensch ist auf Harmonie aus und sucht den Schutz einer Gruppe. Wer aber aus diesen Gründen zum Sozialismus kommt, hat etwas gründlich missverstanden. Die Kollektivität und die friedliche/rationale Lösung von Konflikten bedeutet nicht ein Ausweichen vor diesen Konflikten, sondern ein Austragen dieser Konflikte.

 

2.     Wem die Alternative zum Kapitalismus nicht sinnlich klar ist, fällt dem Kapitalismus zum Opfer.

   

1.      Je deutlicher ich eine Alternative zum Kapitalismus habe/lebe, desto weniger werden meine Kräfte von ihm aufgesogen, desto freier ist mein Blick für zukunftsentscheidende Entwicklungen.

 

2.      Wer keine kohärente Alternative zum Kapitalismus in sich trägt, neigt zu Verschwörungstheorien und zur Hoffnung auf außerirdische Hilfe.

 

 

 

3.     Wer keine Alternative zum Kapitalismus hat, kommt auch mit seinem persönlichen Leben nicht klar.

 

1.     Die einzige Alternative zum Kapitalismus ist dein erfülltes Leben.

 

 

4.     Wer aus dem Kapitalismus aussteigen möchte, ohne den Kapitalismus aufzugeben, wird zum Faschisten.

 

1.     „Volk“ bzw. „Staat“ sind eine vorübergehende Hilfskonstruktion zur Emanzipation der Menschen vom Kapitalismus. Ähnlich verhält es sich mit dem „Bedingungslosen Grundeinkommen“. Werden sie nach ihrer Realisierung nicht obsolet, dienen sie dem Kapitalismus.

 

5.     Im Gegensatz zu Zeiten des Sozialismus gilt in Zeiten des Kapitalismus nach innen auch für die Linke im weitesten Sinn (Menschen, die unter dem Kapitalismus leiden): Mensch muss darauf vorbereitet sein, dass auch bei Nahestehenden plötzlich die Charaktermaske der Ellenbogengesellschaft hervorbricht und mensch alleine dastehen können muss.

 

 

 

 

13.                Im Kapitalismus wird durch die Zahl als wichtigstes Kriterium das individuelle Leben von Inhalt und Verantwortung entleert. Der durch dasselbe Kriterium gegebene Zwang zur Spezialisierung schränkt die Entwicklung der Fähigkeiten und Interessen eines Individuums ein. So beraubt sich der Kapitalismus seiner innovativen Grundlage.

 

 

1.      Die Individuen im Kapitalismus haben Probleme, weil sie nicht mehr komplex wahrnehmen und reagieren können.

 

1.     „Am Samstag putze ich meine Wohnung. Am Sonntag pflege ich meine Beziehung.“ Wer seine Mitmenschen zu einem Programmpunkt macht, zerstört jede menschliche Beziehung.

 

2.      JedeR gegen jedeN, um ersteR zu werden.

 

1.     Die Logik kapitalistischer Instrumente (der Quotenwettlauf der Medien) verändert die Menschen: "Wir sind alle dauernd froher Stimmung. Wir können aber nicht mehr miteinander kommunizieren."

 

2.     "Wenn schon unterdrückt und gedemütigt, dann möchte ich wenigstens zu den Starken, Mächtigen, Siegern, Gewinnern gehören."

 

    

3.      Dem/der andern etwas wegnehmen, um es ihm/ihr wieder zu geben.

 

4.      Bedürfnisse wecken/Konsumanreize schaffen zum Zwecke des Profits. Eigene Lebensgrundlage/Ressourcen für Menschen vernichten zum Zwecke des Profits.

 

1.     Die Logik kapitalistischer Instrumente (Mit welchen Technologien erschließe ich die Ressourcen am profitabelsten?) verändert die Umwelt der Menschen: Sie sind nicht mehr so flexibel. Sie werden abhängig von nur einer Energiequelle (Atomkraftwerken), von nur einer (genmanipulierten) Getreidesorte, von nur einem Transportmittel (Auto), von nur einem Kommunikationsmittel (Beschallung) und machen dadurch gleichzeitig ihre Umwelt unsicherer.

 

5.      Auf dem Arbeitsamt, auf dem Sozialamt, in Verwaltungen, als WählerIn werden die Menschen als Nummern behandelt. Das schafft Unruhe. Das schafft Widerstand.

 

6.      Der Kapitalismus lebt von der Parzellierung des Denkens.

 

 

 

 

5.   Kunst ist eine Ersatzhandlung.

 

1.   Ein guter Künstler ist primär ein Mensch.

 

 

1.     Für gesunde Menschen ist Kunst dazu da, dass sie überflüssig wird.

 

2.     Es ist die Aufgabe der Kunst, Fragen zu stellen, wo der Einzelne dazu nicht mehr in der Lage ist.

 

 

3.     Kapitalismus provoziert Revolution. Wo sie nicht in der Realität stattfindet, findet sie in der Kunst statt.

 

4.     Die beste Kunst bietet einen lebensbejahenden Ausschnitt aus der Realität.

 

 

 

 

2.   Kunst ist gleichzeitig Vortäuschung von Heimat ("Dir passiert nichts, das ist alles nur Fiktion") und Vortäuschung von Ausland (Exotik/Rausch oder Erfahrung anderer Lebensart).

 

 

 

1.     Kultur hat verschiedene Ursachen. Sie ist eine Reaktion auf:

 

1.     Unterdrückung von Bedürfnissen: In der kapitalistischen Gesellschaft wird z.B. die unmittelbare Befriedigung sexueller Bedürfnisse unterdrückt. So macht sie sich in Kunst und Subkultur breit.

 

2.     Wenn manche Menschen die Welt nicht vorfinden, die sie brauchen, machen sie sich eine entsprechende Welt. Befriedigender als eine Fiktion jedoch ist es, sich auf das zu bescheiden, was mit den vorhandenen Ressourcen zu machen ist. Es gibt Kulturen, die den Begriff Fiktion gar nicht kennen. Eigentlich kommen nur psychisch Beschädigte auf die Idee, sich mit einer Fiktion/mit einem Rausch befriedigen zu können.

 

3.     Schlechtes Gewissen: Der kapitalistischen Gesellschaft mangelt es an Moral. So macht sie Theater zu einer moralischen Anstalt und redet sonntags von Moral. Tennessee Williams: "Suddenly last summer", Wallace Shawn: "Fever".

 

 

4.     Unterdrückung von Menschen: Diese halten sich in ihrer Kunst in Erinnerung: Es gibt noch eine andere Welt, das Reich der Freiheit.

 

5.     Wer dort, wo er ist, nicht leben kann, der dichtet.

 

2.     Kultur braucht man zur Entspannung.

 

1.     Wer fremdbestimmt arbeitet, braucht Unterhaltung.

 

3.   Der Defekt des Nichtausgetragenseins wird verdrängt/sublimiert als Kunst (als Glaube, die Unsicherheit lasse sich durch das Pfeifen im dunklen Wald beheben).

 

 

1.     Wer den verklemmten Glauben braucht, der Mensch sei kein Tier, nicht alle Naturgesetze würden auf ihn zutreffen, braucht als Gegengewicht die Kunst, deren Faszination darin begründet ist, daß sie sich den Naturgesetzen auf elegante Weise fügt.

 

 

1.     Wessen Weltbild stimmig ist, der braucht keine Kunst als Ersatz für Stimmigkeit.

 

2.     Wer eine Beschreibung der Realität nicht ertragen kann, verwendet Metaphern.

 

3.     Das Bürgertum – zwischen Lebensangst und Todesfurcht – braucht Theater Kunst, Oper, Musik, Literatur.

 

4.     Unbegreifliche Realität wird mit Kunst verdaut.

 

5.     Wer in seiner freien Entwicklung behindert wird, macht Sport, Gesang, Musik, Kunst.

 

   

2.       Wer mit seiner Gestalt nicht zufrieden ist, muss gestalten (künstlerisch tätig sein).

1.      Wie der Inhalt einer Kunst entsteht: Ich möchte das Schöne dauerhaft erhalten (z.B. einen Geschlechtsakt). Oder: Ich möchte das, was mich ängstigt, bannen (z.B. eine Bison an der Wand einer Felshöhle).

 

2.      Wie die Form einer Kunst entsteht: Als plumper Mensch schätze ich z.B. das Elegante.

3.      Schönheit empfindet, wer sich unschön fühlt.

 

 

1.     Je mehr Make-up jemand braucht, desto weniger Persönlichkeit steckt dahinter.

 

4.      In einer Gesellschaft, in der es nichts zu lachen gibt, wird sehr viel gelacht. In einer Gesellschaft, in der es nichts zu feiern gibt, wird sehr viel gefeiert.

 

1.     Wem es sehr gut geht, preferiert kalte Farben. Wem es sehr schlecht geht, preferiert warme Farben. Wem es sehr gut geht, preferiert Stockhausen. Wem es sehr schlecht geht, preferiert Bach.

 

5.      Man spielt immer nur sich selbst.

 

6.      Wer nicht im Augenblick leben kann, wer nicht spielerisch leben kann, macht daraus einen Mythos.

 

7.     Das Bedürfnis nach Unterhaltung (Spiele, Finger-Food, leichte Lektüre, Drogen ...) entsteht daraus, dass Vereinzelte sich nicht ohne weiteres in der Natur entspannen können.

 

1.     Du machst Musik, weil du dich allein fühlst. Du tanzt, weil du dich allein fühlst.

 

8.      Wer seinen Schmerz in dieser Gesellschaft durch Kunst kompensiert, verändert diese Gesellschaft nicht mehr.

 

 

6.     Wissenschaft ist eine Ersatzhandlung.

  

 

   

1.   Ein guter Wissenschaftler ist primär ein Mensch.

 

 

1.     Für gesunde Menschen ist Wissenschaft dazu da, überflüssig zu werden.

 

2.     Es ist die Aufgabe der Wissenschaft, Antworten zu geben, wo der Einzelne dazu nicht mehr in der Lage ist.

 

 

3.     Ohne Identität kein Wissen.

 

4.     Kapitalismus provoziert eine Revolution. Wo sie nicht in der Realität stattfindet, findet sie in der Wissenschaft statt.

 

 

5.     Um differenziert denken zu können, braucht mensch eine eigene Identität.

 

6.     Dem Erhalt der menschlichen Art förderliches Wissen nur durch subjektiv motivierte Forschung, individuelles Lernen.

 

 

 

 

2.   Der Defekt des Nichtausgetragenseins wird verdrängt als Wissenschaft (als Glaube, die Unsicherheit lasse sich dadurch beheben, dass die Menschen sich die Erde/die Natur untertan machen).

 

 

1.     Wer den verklemmten Glauben braucht, der Mensch sei kein Tier, nicht alle Naturgesetze würden auf ihn zutreffen, braucht als Gegengewicht die Wissenschaft, deren Faszination darin begründet ist, dass der Mensch entdeckt, alle unterliegt Naturgesetzen, alles hat seine Ordnung, nichts klemmt.

 

 

2.     Religion beginnt mit einem Glaubensbekenntnis (einer Identität). Wissenschaft endet mit einem Glaubensbekenntnis (einer Identität). Wo es sich nicht um eine sinnliche Identität handelt, gehen beide in die Irre.

 

  

 

3.   Die Wissenschaften vom Menschen sind, verglichen mit den Naturwissenschaften, gerade dabei, das Mittelalter zu verlassen.

 

1.     Wenn der Mensch Angst vor Übervölkerung hat, wird er hysterisch, will sich eine Pyramide bauen, setzt auf (technologischen) Fortschritt. Wenn er Angst vor seinem Mitmenschen hat, betrachtet er ihn als Feind, behandelt ihn als Objekt, kreiert Wissenschaft. 

 

 

 

7.     Politik ist eine Ersatzhandlung

   

1.   Ein guter Politiker ist primär ein Mensch.

 

 

1.     Für gesunde Menschen ist Politik dazu da, überflüssig zu werden.

 

 

1.     Ein friedlicher Mensch (ein Mensch ohne psychische Störungen) ist klüger als seine Vorfahren, ist ihnen aber durch eine fortschreitende Aufklärung über seine Situation (über die Gesetze, denen er unterliegt) verbunden. In dieser fortschreitenden Aufklärung sieht er auch seine Feinde, kann sie deshalb verstehen und ihnen eine dialektische Aufhebung der Gegensätze anbieten.

 

2.     Wirklich autonom, frei und demokratisch ist, wer sich ganz auf seine Sinne verlässt.

 

3.     Das Runge-Syndrom: Psychisch gesunde Menschen im falschen System glauben, das System sei richtig an der Spitze (die angeblich die Ideale eines Systems repräsentiert), nur die Leute dazwischen seien die falschen.

 

4.     Ein demokratisches System erfordert Verstandes- und Gemütsreife seiner TeilnehmerInnen.

 

5.     Das Alternative entsteht nicht aus der Not, sondern aus der Lebenslust.

 

 

2.     Es ist die Aufgabe der Politik, Entscheidungen zu treffen, wo der Einzelne dazu nicht mehr in der Lage ist.

 

1.     JedeR muss sich täglich entscheiden: Assistieren oder helfen, solidarisch oder karitativ? Behandle ich meine nächsten Menschen als Subjekte oder Objekte?

 

2.     Weniger Aufgeklärten kannst du aus der Distanz nützlicher sein als aus der Nähe.

 

3.     Wenn eine Gemeinschaft Bestand haben soll, müssen sich einzelne einbringen. Eine Gemeinschaft wird zusammengehalten, wenn sich selbstständige Individuen freiwillig zusammentun, nicht wenn sich einige unter einer abstrakten Gemeinsamkeit zusammentun oder wenn sie gemeinsame Erwartungen haben.

 

1.     Den Menschen Raum lassen für eigene Initiativen.

 

2.     Eine Gruppe von Menschen überlebt, wenn sie nicht nur ihre Erfolge feiert, sondern zu bestimmten Ereignissen auch sagt: „Wir haben Unrecht getan. Wir haben versagt.“

 

3.     Nur wer mit sich selbst glücklich und zufrieden ist, will dieses Glück mit anderen teilen, ist gemeinschaftsfähig.

 

4.     Kapitalismus provoziert eine Revolution. Wo sie nicht in der Realität stattfindet, findet sie in der Politik statt.

 

1.     Der Krieg verändert die Menschen, die fremdbestimmte Arbeit verändert die Menschen – zum Schlechten. Da hilft kein Mitleid, da hilft nur Therapie.

 

5.     Die Haltung "Skandal! Skandal! Skandal" ist eine neurotische Einstellung einer bürgerlichen Gesellschaft. SozialistInnen sagen: "Ich hab hier was zu verteidigen. Ich hab hier Leben zu verteidigen."

 

6.     Je größer die persönliche Verantwortung in einer Gesellschaft ist, desto eigenständiger muss das eigene Urteil sein. (Bei Schröder oder Hitler ist z.B. genau das Gegenteil der Fall.)

 

2.   Der Defekt des Nichtausgetragenseins wird verdrängt/sublimiert als Politik (als Glaube, die Unsicherheit lasse sich durch eine Neuorganisation der Menschen ohne Rücksicht auf Gesetzmäßigkeiten beheben).

   

1.     Pseudosozialistische Politik: Sich selbst nicht helfen können, aber anderen helfen wollen. Nicht freudig, offensiv für die eigene Sache auftreten können. Sozialistische Politik: Sich selbst im anderen sehen und so freudig und offensiv für die eigene Sache auftreten.

 

1.     SozialistInnen dehnen ihr Reich der Freiheit inmitten des Kapitalismus aus und machen ihren Mitmenschen Mut, es ihnen gleich zu tun. Sie bersten fast vor Lebensfreude. Sie sind solidarisch. SozialdemokratInnen fühlen sich wohl im Kapitalismus und wollen, dass es anderen auch so geht. Sie haben ein schlechtes Gewissen. Sie sind mitleidig.

 

2.     Wer sich nicht selbst unter Kontrolle halten kann, will die Welt unter Kontrolle halten.

   

2.     Wer den verklemmten Glauben braucht, der Mensch sei kein Tier, nicht alle Naturgesetze würden auf ihn zutreffen, braucht als Gegengewicht die Politik, deren Faszination darin begründet ist, dass alles machbar ist, wenn man nur die herrschenden Gesetze beachtet.

 

1.     Wer die Alternative zum Kapitalismus nicht in sich trägt, lebt reaktionär (Hierarchie, Wettbewerb, Mitleid ...).

 

2.     Du kannst mit den Mitmenschen nicht mehr machen, als in ihnen psychisch angelegt ist.

 

 

 

3.     Wer Angst hat, dessen Horizont verengt sich. Er sieht keine Alternativen (z.B. der Westen im Kosovo 1999). Er sieht aber auch keine Gefahren (z.B. Tschernobyl, Implosion der UdSSR). Er empfindet nicht den globalen Aufschrei der Menschen (z.B. Leo Hajen).

   

 

1.     Wenn Herrschende sich ihrer Gefolgschaft nicht mehr sicher sind (weil ihnen die Legitimation zu offensichtlich fehlt wie im heutigen Kapitalismus), neigen sie zur Hysterie bzw. stabilisieren ihre Gefolgschaft wieder durch den Aufbau eines Feindes/die Einbildung eines Feindes (z.B. Kommunisten, RAF, PKK).

 

2.     Deutsche (als Beispiel für eine psychisch gestörte Gruppe) sind als Touristen weltoffen und tolerant, fühlen sich jedoch bei der kleinsten Andersartigkeit der Menschen, mit denen sie zusammenleben müssen, bedroht.

 

3.     Wer keine Alternative hat, dem fallen nur militärische Lösungen ein.

  

 

4.     Wenn die Menschen Angst haben, rücken sie zusammen. Das dabei entstehende Gebilde (Verein, Partei, Staat) ist aber nicht die Gemeinschaft, die sie für ein würdiges Leben brauchen. Jenes Gebilde ist aus der Not geboren, es ist künstlich, es ist eine Maschine. Je mehr die Menschen darin aufgehen, werden sie selbst zu Maschinen.

 

1.          Ein weinerliches Kind wird ein rechter Politiker.

 

2.      Funktionäre mögen kein Risiko.

 

4.             Wenn eine multiethnische Gesellschaft nicht durch eine für alle florierende Wirtschaft zusammengehalten wird, explodiert sie.

 

5.             Das kollektive Bewusstsein wächst nicht ohne das individuelle Bewusstsein.

 

5.     Der Sozialstaat ist eine Handelsbeziehung.

 6.     Das Politik-Syndrom: Psychisch gestörte Menschen wollen räumlich (Imperium) und zeitlich (Rückblick auf „große“ Geschichte) expandieren und andere beherrschen oder zu ihnen aufschauen. Wenn es schief geht, schieben die herrschenden Politiker die Schuld auf den Plebs oder auf ihre schlechten Berater, und die herrschenden Wissenschaftler reden sich damit heraus, sie hätten nur unpolitische, „reine“ Wissenschaft betrieben.

 

7.     Die Dinge bleiben nicht, wie sie sind. Je länger die Lösung eines Problems verschoben wird, desto schwieriger wird sie, desto näher ist eine Katastrophe.

 

1.     Das Volk mag keine Worte, keine Schönfärberei.

    

3.     Im verdorbensten Staat gibt es die meisten Gesetze.

    

1.     Kranke verbeißen sich in die Änderung von Texten und Gesetzen und Institutionen, wenn sie Probleme haben, Gesunde verändern sich und die Situation.

 1. Unhöfliche Menschen erwarten Höflichkeit.

2.     Wer eine demokratische Verfassung braucht, ist kein Demokrat. Wer einen Friedensvertrag braucht, ist ein Militarist.

   

1.     In einer Demokratie gibt es keine schweigende Mehrheit.

 

2.     Probleme müssen von der Basis her gelöst werden, unter den betroffenen Menschen.

 

 

3.     Gesetze entstehen, wenn Herrschende antagonistische Widersprüche in ihrer Gesellschaft nicht austragen lassen wollen.

 

4.     Die freie Marktwirtschaft produziert eine solche Fülle von Waren und Gesetzen, dass die angebliche Demokratie die darin versteckte kapitalistische Kriminalität gar nicht mehr kontrollieren kann.

    

4.   Aufhebung von Grenzen heißt, zu erkennen: Der oder die jenseits der Grenze bin ich. Gender, Farbe, Kultur, Geschichte sind sekundär, wenn wir uns darauf einigen, dass der Mensch ein Tier ist, d.h. ein Lebewesen wie alle anderen, d.h. sein täglich Brot, sein Wasser, sein Dach über dem Kopf, seine Gemeinschaft braucht und sonst nichts. Die Befriedung dieser Bedürfnisse für alle Menschen ist bei dem heutigen Stand der Technik möglich.

 

 

 

1.     Psychisch Gestörte müssen es immer sagen, wenn sie anderer Meinung sind.

 

2.     Solange die Menschen nicht offen willkommen geheißen, grenzen sie sich in Nationen ab.

 

3.     Materiell und psychisch arme Menschen brauchen eine Nation, brauchen Grenzen.

 

1.     Wer gegen Ausgrenzung (seiner selbst) ist, grenzt leicht aus.

 

4.     Ausgegrenzte sind nicht automatisch gute Menschen.

 

5.     Je komplexer die Aufgabenstellung, desto mehr Muße braucht der Mensch.

 

6.     Die Grenzen von Individuen erkennen und sie nicht überfordern.

 

 

5.    Wer keinen eigenen Standpunkt hat, verkrampft sich in Nebensächliches.

 

 

1.     Wer keinen eigenen Standpunkt hat, ist für alles offen, auch für Faschismus. Wer einen eigenen Standpunkt hat, kann ihn bis auf sein individuelles Leben herunterbrechen, differenzieren.

 

1.     Wenn eiu Untertan seinem Leben einen Sinn geben will, sucht er nach aktuell angebotenen Sinngebungen (statt sich selber einen Sinn zu geben). Da diese nicht zukunftsträchtig sind, bricht er in symbolische Gewalt gegen Herrschende aus (Kunstblutbeutel im Theater, Proteststimmen für die NPD).

 

2.     Wer keine politische Linie hat, wer sich politisch nicht entwickelt hat, braucht einen Lifestyle.

 

3.     Wer ein graues Privatleben führt, hat das Bedürfnis nach öffentlicher Anerkennung, das Bedürfnis, in die Geschichte einzugehen.

 

4.     Wer keine Identität hat (materiell oder geistig), nimmt sie sich national oder ethnisch.

 

5.     Wer einen Feind braucht für seine Identität, ist psychisch gestört.

 

1.     Wer als angeblicher Sozialist keine real existierende Alternative zum Kapitalismus anzubieten hat, wirkt nicht überzeugend. Wer als angeblicher Sozialist psychisch gestört ist (keine Nestwärme erfahren hat), kann immer nur Jagd auf angebliche Feinde (z.B. Antisemiten) machen oder sich von angeblichen Feinden (z.B. Rechten) verfolgt fühlen. Er kann jedoch nicht auf eine real existierende Alternative zum Kapitalismus verweisen. Trotz gegenteiliger Bekundung setzt er außerdem patriarchales, xenophobes, sexistisches, militantes Verhalten in seiner Praxis weiter fort.

6.     Diktatoren operieren mit einer schweigenden Mehrheit.

 

 

1.     Kapitalismus führt zum Faschismus.

 

1.     Wenn einer von seiner Gemeinschaft nicht anerkannt wird, schwingt er sich zum Diktator auf.

 

2.     Wenn eine Gemeinschaft nicht den imperialen/göttlichen Schutzschild spürt, macht sie auf Nationalismus.

 

2.     Kapitalismus führt zum Polizeistaat.

 

3.     Früher Ausgestoßene sind die Angepasstesten.

 

4.     Das Bedürfnis nach Freiheit gibt es nur dort, wo es widernatürliche Zwänge gibt. (Vgl. Berlusconis Partei „Volk der Freiheit“.)

 

 

 

8.     Wer nicht ausgetragen ist, muss viel kommunizieren.

   

1.   Kommunikation führt notwendigerweise zu Missverständnissen, wenn es nicht um die Lösung eines praktischen Problems einer bestimmten Gruppe von Lebewesen geht. Wirklich ist das, worauf sich eine Gruppe von Menschen zur Lösung eines Problems geeinigt hat.

 

 

 

1.     Durch gemeinsames Tun lernt man sich kennen, nicht durch gemeinsames Feiern. Da jedoch - zur Kompensation der Vereinzelung - im Kapitalismus das gemeinsame Feiern überwiegt, sind sich die Menschen fremd. Je verschiedenartiger die Menschen sind, mit denen man regelmäßig umgehen muss, desto mehr Abstand zu ihnen braucht man; auch das fördert die Entfremdung im Kapitalismus.

 

 

1.          Am überzeugendsten ist die Tat: Wo sind die Menschen, an denen deutlich wird: Es gibt ein Leben außerhalb des Kapitalismus. Nur das ist es wert zu leben.

 

2.          Die meisten Beziehungen scheitern, weil beide es zu eilig haben (die Notsituation der Vereinzelung zu überwinden), als dass sie sich Zeit nähmen, das andere Ich zu entdecken und zu respektieren.

 

3.          Der Interviewer sollte mehrheitlich auf der Seite des Interviewten stehen; sonst kann er ihn nicht verstehen. Er würde ihn sonst wie einen Affen im Zoo behandeln, wie einen Exoten.

 

4.          Eine Gesellschaft, die nicht auf stressfreie Kommunikation angelegt ist, produziert Missverständnisse.

 

   

2.      Frieden schafft man nicht mit Gewalt.

 

3.      Nur das kommt an, wofür ein Bedarf besteht.

 

4.      Eine misslungene Versprachlichung (die viele nicht hinterfragen), und schon entsteht eine (scheinbare) neue Realität.

 

  

 

2.   Kommunikation ist ein tautologischer Vorgang. Der/die andere hat denselben Code/dieselbe Erfahrung. Sprache besteht nur aus Lock- oder Warnrufen. Sie hat nur einen Hinweischarakter. Der Empfänger kann den Sender nur verstehen, wenn jener bei Begriffen des Senders seine eigene Erfahrung wiederfindet. Innerhalb eines vereinbarten Zeichensystems, eines Spiels, können natürlich auch Inhalte transportiert werden. Wer glaubt, daß in Kunst, Wissenschaft, Politik Inhalte transportiert werden können, spielt ein Spiel - das am Leben vorbeigeht. Lebensinhaltlich kann Sprache nichts transportieren. Wo es nötig ist zu sagen "I love you" oder "Ich helfe dir", da ist es schon nicht mehr da, nur noch als Angebot/Ware, nicht mehr als Tat.

 

 

 

 

1.     Wer die richtigen Fragen stellt, weiß schon die Antworten.

 

2.     Codes/Erfahrungen sind dialektisch strukturiert (wie Jahresringe). Jemand verstehen heißt, mehr Codes/Erfahrungen zu haben als der/die andere.

 

 

3.     Eine Kommunikation gelingt nur, wenn du dich auf den Code/die Erfahrung des/der anderen einlässt. Wenn du das wegen psychischer Störungen nicht kannst, hilft alle Logik nichts.

 

 

1.     In dem Moment, in dem ich jemand verstehe, kritisiere ich ihn auch schon. Kommunikation ist also sinnlos, wenn sie nicht in eine gemeinsame Tat mündet.

 

2.     Wo Verständnis fehlt, gibt es keine Kommunikation.

 

 

4.     Gleichrangige Kommunikation: Eine vorhandene Sprache mit deinen Inhalten füllen.

 

 

5.     Wenn man jemand verstehen will, muss man seine Worte und sein Leben zusammenbringen. Entweder straft sein Leben seine Worte Lügen, oder es macht deutlich, was er eigentlich meint.

 

1.     Mit Leuten, mit denen man nicht regelmäßig kommuniziert, kann man nur nebeneinander her leben.

 

6.     Jedes Verstehen ist ein Übertragen in eigene Worte, in eigene Lebenserfahrungen.

 

1.          Wer keine Alternative zum Kapitalismus in sich trägt, kann auch kein alternatives Buch und keine alternative Praxis verstehen.

 

7.     Existentiell, d.h. politisch, kannst du nichts Neues mitteilen. Ankommt nur, was ein Körper schon weiß.

 

1.          Was immer du beschreibst, du beschreibst dich selbst.

 

2.          Man kann den Menschen nichts Neues sagen, es sei denn, sie haben das Neue schon erfahren. Wo sie es nicht erfahren haben, stößt das Neue auf Angst.

 

3.     Alles hat keinen Sinn, wenn du nicht selbst den Sinn deines Lebens spürst.

 

1.     Wer nicht weiß, wo er (in der Natur) steht und was er (mit seinem Leben) will, hat nichts zu sagen. - Wer nicht weiß, wo er (in der Natur) steht und was er (mit seinem Leben) will, bedarf der Sprache.

 

2.     Wer sich ohne eigenen Standpunkt auf jemand einlässt, kommt darin um.

 

3.     Vor einem guten Vortrag kommt ein persönliches Gespräch.

 

4.     Religion und Kunst machen Sinnangebote; es ist aber eine Ersatz. Es ist wie das Pfeifen im dunklen Wald.

 

5.     Ein psychisch gesunder Mensch steht für das ein, was er sagt, ist also nicht ironisch und nicht autoritätsgläubig.

 

 

6.     Deine Aussagen, dein Weltbild richten sich danach, ob du deinen Körper magst oder nicht, ob du eine sinnliche Identität hast oder nicht. Im ersten Fall verhältst du dich positiv zu deinen Mitmenschen und deiner Umgebung, im zweiten Fall negativ.

 

 

7.     Wessen äußere Umgebung sich ständig verändert, hat keine Zeit für sein Inneres, keine Zeit, zu sich selbst zu kommen, Erfahrungen zu machen.

 

8.     Deine Fragen musst du dir schon selbst beantworten.

 

9.     Wer seine Vergangenheit nicht vergessen hat, kann andere besser verstehen.

 

 

 

 

4.   Jeder kann nur im Rahmen seiner Psyche denken. Wer eine gesunde Psyche hat, kann viel Neues aufnehmen/Realität erkennen und geistig auf eigenen Füßen stehen/eigene Gedanken fassen und dafür geradestehen. Wer eine gestörte Psyche hat, wird durch seine Angst daran gehindert, viel Neues aufzunehmen, verkennt die Realität und lebt geistig nur von Anleihen, für die er im Ernstfall nicht geradesteht.

 

 

 

1.     Bevor man sich die Welt zurechtlegt, ist schon entschieden, wieviel Lebenskraft und Lebensfreude man hat; entsprechend fällt dann auch das Weltbild aus.

 

2.     Um differenziert sehen/denken zu können, muss man lange entspannt hingucken können.

 

 

3.     Was immer auch ein Mensch sagt, er redet fast nur über sich selbst. Was er sagt, drückt seinen existentiellen psychischen Zustand aus.

 

 

1.     Ein Meinung ist die Funktion einer psychischen Kapazität.

 

2.     Wieviel du auch liest, du kannst nur im Rahmen deiner eigenen Kategorien denken.

 

3.     Grabsteine sagen nichts über die Verstorbenen, aber alles über die Hinterbliebenen aus. Kunst hat keine Botschaft, sondern sagt nur etwas über den Künstler aus.

 

4.     Wer eine andere Sprache spricht, denkt auch anders.

 

 

5.     Wer psychisch gesund ist, gibt auf sein eigenes Urteil am meisten.

 

1.     Wer unsicher ist, leiht sich von anderen eine Formel, ein Klischee, um wirkliche Einsicht nicht an sich heranzulassen.

 

2.     Wenn man jemand seine Position darlegen hört oder liest, kann man ihr entweder zustimmen oder sie ablehnen ODER die eigene Position klarer definieren.

 

 

6.     Psychisch gestörte Menschen, Menschen ohne Identität verhalten sich widersprüchlich.

  

 

1.     Eine Sensation ist ein Sexersatz.

 

2.     Wer fast nur noch über Skandale und Sensationen spricht, ist psychisch gestört.

 

3.     Psychisch beschädigte Menschen scheuen die Auseinandersetzung mit Menschen unter denen sie leiden.

 

  

 

7.     Im Kapitalismus entsprechen i.d.R. die Reden nicht den Taten, weil die herrschenden Gesetzmäßigkeiten nicht (an)erkannt werden.

 

1.     Wer im Austausch der Argumente recht hat, entscheiden am ende nicht die Menschen, sondern die Natur.

 

 

5.   Wer auf Wettbewerb und Machtstreben aus ist, hat keinen Sinn und keine Zeit für gesellschaftliche Kommunikation, kommunale Tätigkeit, Kooperation.

 

 

 

1.     Im Kapitalismus wird nach kurzer und oberflächlicher Diskussion entschieden. Im Sozialismus wird nach langer und breiter Diskussion entschieden.

 

2.     Familienstreit und Ausländerfeindlichkeit sind strukturell dasselbe.

 

 

3.     Die Kommunikationslosigkeit im Kapitalismus (JedeR gegen jedeN) bringt die Menschen dazu, sich Bücher anzuschaffen, Videos, CDs, CBS-Funkgeräte, Internetzugänge ... Das schafft Wachstum, Kulturindustrie, aber die Kommunikationslosigkeit bleibt erhalten.

 

4.     Wo viel veröffentlicht wird, wird nichts veröffentlicht.

 

5.     Wer sich nicht entspannen kann, wer seines Leib und Lebens nicht sicher ist, wessen Individualität nicht respektiert wird, kann sich nicht in seineN Gegenüber versetzen. Das wird aber für eine gelingende Kommunikation vorausgesetzt.

 

1.     Psychisch Gestörte haben schnelle Antworten.

 

2.     Psychisch Beschädigte kritisieren bei anderen das am stärksten, was sie selbst nicht können.

 

 

6.     Verhandeln können nur Gleichrangige.

 

 

 

 

6.   Bilder, Namen, Worte dienen der Erinnerung. Wessen Erfahrung ihm völlig in Fleisch und Blut übergegangen ist, braucht keine Worte.

 

 

 

1.     Wer Empfindungen hat, braucht keine Abstraktion.

 

2.     Wer von seiner Sache überzeugt ist, spricht mit dem ganzen Körper. Wer nicht von seiner Sache überzeugt ist, hat eine ganz kleine Schrift.

 

 

3.     Dementiert jemand etwas, ohne dass er danach gefragt worden ist, deutet das darauf hin, dass dem doch so ist.

 

4.     Spricht jemand in Bildern, ist dies ein Zeichen, dass ihm Argumente fehlen.

 

 

1.     In ihrer Sprache gestehen die Abendländer sich manchmal noch ein, Tiere zu sein: "Ich mach' das tierisch gerne."

 

 

5.       Wer sich nicht kennt, kann nicht zusammenleben.

 

6.     Wer sich an eine Theorie klammert oder an eine Lebensaufgabe, gleicht einem nervösen Menschen, der dadurch, dass er sich an ein Lenkrad klammert, ganz ruhig wird.

 

 

9.   Glaube, Liebe, Hoffnung, Handel sind Herrschaftsinstrumente, Opium für das Volk.

 

 

 

1.          Die Angst vor der Vereinzelung, die Einsamkeit hindert die Menschen in der abendländischen Kultur daran, menschliche Beziehungen aufzugeben, die sie als falsch erkannt haben. Die Angst vor der Einsamkeit läßt sie wider besseres Wissen handeln, lässt sie zu ihren Peinigern zurückkehren.

 

 

1.     Widersprüche werden nicht aufgehoben durch einen Gott oder durch Drogen.

 

 

 

2.          Wer nicht ist, wer nicht alles mitbringt, was er braucht, sondern sich dies noch aneignen muss, für wen der Begriff Eigentum wichtig ist, der ist psychisch gestört.

 

 

1.     Begrüßungs- und Liebesrituale drücken i.d.R. i.d.G. Besitzansprüche aus.

 

2.     Menschen, die reich an Mimik und Gestik sind, sind psychisch gesund, aber nicht diejenigen, die sich das nachträglich aneignen.

 

1.     Wer innerlich stabil ist, kann sich gehen lassen. Aber nicht jeder, der lässig gekleidet ist, ist innerlich stabil.

3.          Wer nicht im Augenblick leben kann, braucht Ewigkeit.

 

1.     Wer seine existenziellen Probleme nicht lösen kann, glaubt.

 

2.     Wer (im wirtschaftlichen oder militärischen) Krieg noch einmal davongekommen ist, glaubt an Gott oder gibt Almosen. Die Toten können nicht mehr gegen Gott stimmen.

 

3.     Wer eine zufriedenstellende Gegenwart erlebt, braucht nicht die Sehnsucht nach Idylle.

4.        Menschen i.d.G. beschäftigen sich hauptsächlich mit Nebensächlichkeiten: Sex, Paarbeziehung, Fußball, Auto ...

  

1.     Wer sich nicht mehr auf natürliche Weise entspannen kann, entspannt sich durch die Spaßgesellschaft: Partys, Drogen, Glaube, Liebe, Hoffnung, Wirtschaftswachstum ...

 

 

2.     Liebe schlägt leicht in Hass um.

 

3.     Wer sich nicht mit dem Tod, mit dem anderen Geschlecht, dem Kapitalismus auseinandersetzen will, beschäftigt sich mit Crime, Sex und Mitleid, mit Handel, Liebe, Hoffnung.

 

 

5.        Beruflich wie privat, individuell wie gesellschaftlich geht es in der kapitalistischen Gesellschaft in der Regel um Geld, Image und Macht (krankhafte Bedürfnisse), nicht um Inhalte.

 

 

1.     Auch falsches/krankes Bewusstsein schafft Realität, die wiederum Bewusstsein schafft: Geburtstag, Weihnachten, Neujahr, Zahlen, Namen, Macht, Handel, Bürgertum ...

 

2.     Neue technische Entwicklungen faszinieren unsichere, schwache Menschen, UntertanInnen.

 

 

3.     Je härter die Lebensbedingungen im Kapitalismus werden, desto mehr wird den Menschen vorgegaukelt, es gäbe immer mehr kostenlos. Je zentralisierter die wirtschaftliche Machtausübung wird, desto mehr wird den Menschen vorgegaukelt, sie hätten immer mehr Möglichkeiten dezentraler Machtausübung.

 

 

 

 

6.        Benimm-Regeln und demokratische Gesetzgebung dienen dazu, psychisch Kranke in Zaum zu halten. Gesunde brauchen keine Verträge, Abmachungen.

 

 

1.     Wer Almosen an Arme gibt, die sich seiner Meinung nach systemgerecht verhalten, vergast auch Arme, die sich seiner Meinung nach nicht systemgerecht verhalten.

 

 

 

 

7.        Psychisch kranke Menschen schreiben gern, telefonieren gern, spielen gern, weil ihnen die Kraft fehlt, ihre Interessen offen zu vertreten.

 

 

1.     Wer an Gott glaubt, will auch Gott spielen.

 

2.     Psychisch Kranke hängen an Sprüchen.

 

 

 

 

8.        Arbeit ist gut für ehemalige Drogenabhängige/UntertanInnen. Sie stellen dadurch ihr Selbstbewusstsein wieder her. Gesunde mögen keine Arbeit.

 

 

 

 

 

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